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Heiraten in Duderstadt wird immer beliebter

Zahl der Trauungen steigt weiter Heiraten in Duderstadt wird immer beliebter

Heiraten in Duderstadt ist in – bei Einheimischen ebenso wie bei Auswärtigen. Obwohl das Trauzimmer im Heimatmuseum nicht mehr zur Verfügung stand, gaben sich 2009 in der Brehmestadt mehr Paare das Ja-Wort als in den Vorjahren. Und für 2010 sind bereits viele Termine vergeben.

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Vor den Rathausarkaden: Melanie und Stefan Willems haben im Sommer geheiratet – samt Dodge Monaco, Baujahr 1964.

Quelle: Hellmold

119 Ehen haben die Mitarbeiter des Duderstädter Standesamtes im vergangenen Jahr geschlossen. 2008 waren es 107 Trauungen, in den beiden Jahren davor jeweils 105. In der Samtgemeinde Gieboldehausen, die das Fachwerkschloss im Flecken als Trauort-Trumpf hat, wurden im vergangenen Jahr 63 Eheschließungen vollzogen. Die Spitzenzeiten, in denen man an der Dreistelligkeit kratzte, scheinen dort vorbei zu sein. Auch in Duderstadt wird man Jahres-Höchstzahlen wie die 208 Trauungen nach der Grenzöffnung wohl nicht wieder erreichen.
Das Duderstädter Standesamt führt die positive Entwicklung in jüngerer Vergangenheit auf die Berücksichtigung von Terminwünschen auch außerhalb der üblichen Zeiten und auf die romantischen Trauorte zurück, die die Stadt anbietet. Neben dem Rathaus als beliebtem Hochzeits-Dauerbrenner entschieden sich im vergangenen Jahr neun Paare für die Franz-von-Assisi-Kapelle auf Gut Herbigshagen und 17 Paare für den Westerturm. Rund ein Drittel der Eheleute kam nicht aus Duderstadt, davon wiederum knapp die Hälfte aus Thüringen oder den Samtgemeinden Gieboldehausen und Radolfshausen, und mehr als die Hälfte aus Orten im gesamten Bundesgebiet. Die letzte gleichgeschlechtliche Ehe in Duderstadt wurde 2006 geschlossen.

„Viele der auswärtigen Paare verbanden ihren Hochzeitstag mit einem Kurzurlaub in Duderstadt, richteten ihre Feiern in einer Duderstädter Gaststätte aus und waren begeistert von der besonderen Atmosphäre der mittelalterlichen Fachwerkstadt“, heißt es im Resümee des Standesamtes. Das erfreut auch Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU). Das Engagement des Standesamt-Teams habe dazu beigetragen, Duderstadt als Trauort attraktiv zu gestalten und die Wirtschaft zu fördern.

Dazu gehörte auch die Berücksichtigung spezieller Terminwünsche. So nutzten 30 Paare – doppelt so viele wie im Vorjahr – Termine außerhalb der üblichen Öffnungszeiten. Für das laufende Jahr soll das Angebot noch einmal erweitert werden. Schon jetzt seien für 2010 viele Termine vorgemerkt, teilt Standesbeamtin Ute Lenz mit. So seien für den 12. Mai bereits drei Trauungen vorgesehen, für die Schnapszahl-Termine am 10.10.10 und am 20.10.2010 allerdings noch keine. Am Sonntag, 24. Januar, beteiligt sich das Standesamt an der Hochzeitsmesse im Autohaus Otto.

Die Hälfte der Brautleute, die 2009 in Duderstadt standesamtlich heirateten, waren zwischen 21 und 30 Jahre alt, 26 Prozent 31 bis 40 Jahre und 14 Prozent 41 bis 50 Jahre alt. Für 80 Prozent der Verlobten war es die erste Eheschließung.

Bei der Wahl des Ehennamens herrschte nach wie vor die klassisch-konservative Variante vor: Nur zwei Prozent der Paare entschied sich für den Familiennamen der Frau, drei Prozent behielten ihren eigenen Familiennamen bei. Sieben Ehegatten wählten die Bindestrich-Variante und führen nun einen Doppelnamen.

Von Kuno Mahnkopf

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