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"Helfende Hände Herzberg" packen in Ukraine an

Unterstützung "Helfende Hände Herzberg" packen in Ukraine an

„Bis zu 30 Menschen drängen sich in den Kelleräumen zerschossener Häuser in der Ostukraine“, berichtet Anni Janke (52) aus Bodensee. Sie ist Vorsitzende des Vereins „Helfende Hände Herzberg“, der bedürftige Menschen in der Ukraine unterstützt.

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Brot für Bedürftige: Der Verein „Helfende Hände Herzberg“ engagiert sich in der Ukraine.

Quelle: EF

Bodensee. Die Brotpreise haben sich in den vergangenen Monaten mehr als verdoppelt, berichtet Janke. Flüchtlinge, die ihre Habe verloren haben, sind im Schnee in Sandalen unterwegs. Vor kurzem sind mehr als 100 Menschen in Kellern erfroren.
Auch in der Zentralukraine, 500 Kilometer vom Kriegsgebiet entfernt, ist die Lage angespannt. Das hat Janke im Januar beobachtet, als sie einen Hilfstransport des Vereins begleitete. Viele Menschen haben Verwandte aufgenommen, die aus der Ostukraine geflohen sind.

Jankes Verein arbeitet mit baptistischen Gemeinden vor Ort zusammen. Die ukrainischen Christen fragen bei den Gemeindeverwaltungen nach Bedürftigen und besuchen die Menschen zuhause. So machen sie sich selbst ein Bild. Sie erkundigen sich, was neben Lebensmitteln noch gebraucht wird, Kleidung, Kinderwagen, Kuscheltiere für die Kinder oder Brennholz.

Die deutschen Helfer fliegen von Frankfurt nach Kiew. Für die gesammelten Hilfsgelder kaufen sie vor Ort Lebensmittel, darunter Öl, Buchweizenmehl, Reis, Nudeln und Zucker. Die viele Kilogramm schweren Pakete geben die Helfer bei den Menschen ab. „So stellen wir sicher, dass die Hilfe auch die Richtigen erreicht“, erklärt die Vorsitzende. Zudem sammelt der Verein derzeit Geld für Brot. Immer wenn der Betrag für 1000 Laibe zusammen ist, überweisen sie ihn in die Ostukraine.

Die baptistischen Partner, aber auch der deutsche Verein verzichten auf Kommentare zur politischen Lage. „Uns interessiert nicht, wer Schuld am Krieg hat, wir wollen helfen“, erklärt Janke. Das hat auch mit Selbstschutz zu tun. Die russischen Separatisten meinen, dass die baptistischen Gemeinden im Land von den USA aus gesteuert würden. Dort bilden die Baptisten nach den Katholiken die zweitgrößte Konfession. In der Ukraine gibt es mit 150.000 Baptisten so viele Gläubige dieser Gemeinschaft wie in keinem anderen Land Europas.

Die „Helfenden Hände Herzberg“ sind 2010 gegründet worden und haben 13 Mitglieder. „Wir werden von 100 Sympathisanten aus verschiedenen Teilen Deutschland unterstützt“, sagt die Vorsitzende. Auch Firmen und Serviceclubs helfen. Janke ist eine Spätaussiedlerin aus Tadschikistan und spricht Russisch.

Weitere Infos im Netz unter: helfende-haende-herzberg.de
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