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Ein Harzkrimi aus dem Eichsfeld

Helmut Exner Ein Harzkrimi aus dem Eichsfeld

Seit 1988 lebt der gebürtige Harzer Helmut Exner in Duderstadt. Bekannt geworden ist er auch weit über die Region hinaus mit seinen skurrilen Harzkrimis. Sein neues Werk „Von alten Büchern und Leichen im Keller“ stellt er am Donnerstag, 14. April, um 19 Uhr in der Duderstädter Stadtbibliothek vor.

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Helmut Exner

Quelle: Ania Schulz

Duderstadt. Herr Exner, Ihr neues Werk haben Sie in der Rekordzeit von nur vier Monaten geschrieben. Woher die Eile?

Die Buchhandlung Moller in Bad Lauterberg feiert in diesem Jahr ihr 125-jähriges Jubiläum, und die Buchhändlerin Susanne Kimme fragte mich, ob ich zu diesem Anlass einen Krimi schreiben könnte, der in Bad Lauterberg spielt. Dazu erzählte sie gleich Schauergeschichten von einem Raum im Keller der Buchhandlung, den keiner kennt. So hat es angefangen. Wenn ich erst Mal eine Idee habe, lege ich los.

War das Schreiben schon Ihr Kindheitstraum?

Ja! Ich habe schon immer Geschichten geschrieben. Aber erst, als ich mich mit Ahnenforschung näher befasst habe, ist mein erstes Buch „Die Frauen von Janowka“ entstanden. Ich sehe mich auch nicht in erster Linie als Krimi-Autor. Ich will schöne Geschichten mit schrägen Charakteren schreiben. Und man muss auch mal lachen können. Humor gehört dazu.

Was verschlägt einen Harzer ins Eichsfeld?

Als gelernter Buchhändler bin ich viel herumgekommen und habe in verschiedenen Verlagen gearbeitet. 1988 bin ich dann aus dem Ruhrgebiet ins Eichsfeld gezogen, wo ich in Duderstadt den EPV-Verlag gegründet habe, der Elektronik-Fachbücher herausgibt.

Fühlen Sie sich heute mehr dem Harz oder dem Eichsfeld verbunden?

Beiden. Ich bin in Lautenthal bei Goslar geboren, habe lange in Clausthal gelebt, meine Familie mütterlicherseits ist seit Jahrhunderten im Harz beheimatet. Ich bin vermutlich einer der wenigen, die noch die alte Oberharzer Mundart beherrschen. Aber ich fühle mich auch in Duderstadt sehr wohl. Ich mag die Region, die Landschaft, und das Klima ist deutlich angenehmer als im Harz.

Auch in Ihrem neuen Werk verflechten Sie die Historie einer Region mit Literatur. Was reizt Sie daran?

Es ist spannend, diese alten Geschichten zu recherchieren, die Verbindung der Bad Lauterberger Burg zum Beispiel zum Zisterzienserkloster in Walkenried. Trotzdem spielt der Krimi in heutiger Zeit. Viele meiner Leser entdecken den Harz zum Beispiel auf eine neue Art, und auf meinen Lesungen werbe ich auch für die Region. Aber ich möchte in erster Linie gut unterhalten.

Herr Exner, vielen Dank für das Gespräch.

Interview: Claudia Nachtwey

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