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Hilfe für betreuende Angehörige

Mit ländlicher Erwachsenenbildung Arbeitskreis für Betroffene etablieren Hilfe für betreuende Angehörige

Einen Arbeitskreis für betreuende Angehörige will Manuela Diedrich aus der Taufe heben. Zielgruppe sind alle, die sich um pflegebedürftige Familienangehörige kümmern und noch keine oder nur eine geringe Zuwendung aus der Pflegekasse erhalten.

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Cornelia Lühr-Hempfing und Manuela Diedrich.

Quelle: NR

Eichsfeld. Mit Unterstützung der Ländlichen Erwachsenenbildung (LEB) möchte die Kreisvorsitzende des Landfrauenvereins Duderstadt ein Angebot etablieren, bei dem Austausch und Information im Vordergrund stehen. „Viele Menschen, die im Berufsleben stehen oder Kinder versorgen, betreuen ,nebenbei‘ erkrankte, pflegebedürftige und meist ältere Angehörige“, sagt Diedrich, die selbst betroffen ist. Die Mehrfachbelastung dieser „Sandwich-Generation“ könne zu Überforderung und Unzufriedenheit führen und letztlich auch krank machen.

„Man funktioniert nur noch und bleibt dabei auf der Strecke, zerrissen zwischen Kindern, Eltern, Arbeit, Haus und Hof.“ Es sei schwer, sich zum Beispiel mit der eigenen Mutter nicht mehr wie früher unterhalten zu können und zu akzeptieren, dass eine neue Phase des Miteinanders begonnen habe. In dem Arbeitskreis, der die Resilienz - die Belastbarkeit und Widerstandsfähigkeit - stärken soll, könne man einfach einmal seine Sorgen abladen und sich mit anderen Betroffenen austauschen.

Dabei soll es aber nicht bleiben. „Wir wollen Referenten einsetzen, die Betroffene über Pflegeversicherung, Patientenverfügung, Wohnberatung und weitere Hilfsmöglichkeiten informieren“, sagt Cornelia Lühr-Hempfing, LEB-Regionalleiterin für Südniedersachsen. Dabei solle auch auf die Wünsche der Teilnehmer eingegangen werden. Bevor ihnen alles über den Kopf wächst, sollten sie Anworten auf Fragen suchen: „Was kann ich ändern? Wer kann mir helfen? Wie komme ich mit Wesensveränderungen klar?“.Nicht bei allen Landfrauen habe sie Rückendeckung für die Idee, sagt Diedrich. Die Rhumspringerin will die Landfrauen aber als Plattform nutzen und dabei mit der LEB kooperieren: „Das sind die Profis, wir sind die Laien.“

Der Arbeitskreis für betreuende Angehörige (beTa) - Selbsthilfegruppe klingt Diedrich zu sehr nach Krankheit - soll ab 1. September zunächst in Abständen von zwei Monaten donnerstag von 19 bis 21 Uhr in Duderstadt zusammenkommen. Diedrich, die die Treffen leiten will, schwebt eine feste Gruppe mit moderaten Mitgliedsbeiträgen vor - und sie hofft auf Unterstützer und Sponsoren, um die Referenten zu finanzieren. Bei Bedarf könne man sich auch monatlich treffen: „Wir wollen erst einmal loslegen und die Entwicklung abwarten.“

Zum Auftakt ist eine Informationsveranstaltung in den Räumen der LEB in Duderstadt, Charlottenburger Straße 7, geplant. Beginn ist am Mittwoch, 22. Juni, um 17 Uhr.

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