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Hilfe von Rockern und Hooligans

"Freundeskreis" Hilfe von Rockern und Hooligans

Als „unverhohlene  Drohung“ bezeichnet der Duderstädter Ratsherr Matthias Schenke (SPD) die Ankündigung des „Freundeskreises Thüringen/Niedersachsen“, selbst für die Sicherheit der Teilnehmer seiner „Mahnwachen“ sorgen zu wollen, wenn dies die Polizei nicht leiste.

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Der „Freundeskreises Thüringen/Niedersachsen“ will vom "Recht der Selbstverteidigung Gebrauch machen, so lange Gesetze nicht auch für linke Gewalttäter und grüne Gesinnungsfaschisten gelten“.

Quelle: Franke

Duderstadt. „Es ist kein Geheimnis, dass diverse Rocker-Clubs, Hooligans und andere Vollkontaktbegeisterte in großer Zahl zu unseren engsten Vertrauten gehören und uns zum Schutze unserer Lieben jedes Mittel recht ist“, hatte der Freundeskreis im Anschluss eines „Freiheitlichen Bürgertreffs“ auf Facebook geschrieben. Die Teilnehmer der Kundgebung hatten sich durch Gegner ihrer Demonstration am Sonntag gestört gefühlt. Einige von ihnen waren im Anschluss an die Kundgebung des „Bündnisses gegen Rechts“ vom Rathaus zum Westerturm gegangen und hatten einen Redebeitrag ablehnend kommentiert. Der „Freundeskreis“ schrieb dazu: „Diese Personen geizten nicht mit Beleidigungen und Störrufen.“ Gestört habe ihn die zugelassene Nähe „auf Wurfreichweite“.

„Sollte die Polizei nicht gewillt sein, dieses Szenario zu optimieren, kostet uns das genau einen Anruf, und wir nehmen die Sicherheit und den geregelten Ablauf unserer Veranstaltung selbst in die Hand“, postete der „Freundeskreis anschließend auf seiner Facebookseite. „Egal ob auf unseren Veranstaltungen oder bei uns zu Hause, vergeht ihr euch an unseren Lieben, finden wir euch“, heißt es in dem Beitrag weiter. „Das ist keine Drohung, sondern ein Versprechen.“

Schenke sieht in dem Text sehr wohl eine Drohung. „Damit demaskieren sich diese ,besorgten Bürger‘ als das, was sie sind: Feinde von Demokratie und Rechtsstaat, politische Rattenfänger“, sagt Schenke, der lobt, dass sich alle politischen Parteien, die in Duderstadt vertreten sind, und auch die Kirchen mittlerweile eindeutig positioniert hätten. 

Die Polizei erklärt, dass sie im Vergleich zum Vorsonntag in identischer Kräftestärke und mit gleicher Taktik agiert habe. „Die Polizei war wieder rund um den Kundgebungsort am Westerturm präsent, um einen ordnungsgemäßen Verlauf beziehungsweise den Schutz der Versammlung zu gewährleisten“, stellt Sprecherin Jasmin Kaatz klar. Der Zugang zur Versammlung habe unter Kontrolle stattgefunden.

„Über nennenswerte Zwischenfälle liegen der Polizei für beide Versammlungen bislang keinerlei Erkenntnisse vor“, sagt sie. Die Ankündigung des „Freundeskreises“ werde die Polizei in die Lagebewertung für die bevorstehenden Kundgebungen einbeziehen, kündigte Kaatz an. „Darüber hinaus erfolgt die Überprüfung einer möglichen strafrechtlichen Relevanz der Aussagen durch die einsatzführende Dienststelle bei der Staatsanwaltschaft.“

Der „Freundeskreis“ reagierte auf die „verängstigten Nachrichten“, die ihn nach dem genannten Beitrag erreichten: „Wir stehen nach wie vor für den friedlichen Protest“, heißt es in dem Beitrag. Es werde nicht zur Gewalt aufgerufen, aber „wir werden von unserem Recht der Selbstverteidigung Gebrauch machen, so lange Gesetze nicht auch für linke Gewalttäter und grüne Gesinnungsfaschisten gelten“.

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©Richter