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Hilfe von der Geburt bis zur Einschulung

35 Jahre Hilfsangebote Hilfe von der Geburt bis zur Einschulung

Vor 35 Jahren haben unter dem Dach des Caritasverbandes in Duderstadt Erziehungsberatung, Suchtberatung und Frühförderung ihre Arbeit aufgenommen. In einer Feierstunde mit Vorträgen am Mittwoch, 27. April, um 14 Uhr stellen die Mitarbeiter der Frühförderung ihre Beratungs- und Hilfsangebote vor.

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Seit 35 Jahren bietet der Caritasverband in Duderstadt Hilfe in verschiedenen Bereichen.

Quelle: Pförtner

Duderstadt. Anders als bei der Sucht- und Erziehungsberatung, die immer wieder auf aktuelle gesellschaftliche Veränderungen reagieren müssen, hat sich der Aufgabenbereich der Frühförderung nur wenig verändert. Betreut werden Kinder mit Handicap oder verschiedensten Entwicklungsverzögerungen ab der Geburt bis zur Einschulung, Eltern wird die Möglichkeit geboten, Beratung, Diagnose und Förderung für ihr Kind zu erhalten.

Sprache, Wahrnehmung, Ausdauer, Spielverhalten, Motorik und Konzentration spielen eine große Rolle, die Beratungsstelle ist vernetzt mit Logopäden, Krankengymnastikern, Ergotherapeuten, Kinderklinik, Ärzten und sozialpädagogischen Familenhelfern.

„Wir helfen Eltern, die sich Sorgen um die Entwicklung ihrer Kinder machen“, sagt Ellen Trümper, die die Beratungsstelle seit 1999 leitet. In Duderstadt stehen ihr die Pädagogin Rebecca Schulz und die Heilpädagogin Erika Wickert zur Seite. Auch in Göttingen gibt ein Beratungsangebot im Caritas-Centrum an der Godehardstraße.

Ärztliche Überweisungen sind nicht erforderlich, die Beratung ist kostenlos und unterliegt der Schweigepflicht. Ein interdisziplinäres Früherkennungsteam mit Facharzt und Logopädin erstellt eine umfassende Diagnostik, die entscheidend für die weiteren Schritte ist.

Nicht immer sind die Sorgen der Eltern begründet, nicht immer ist eine Therapie nötig. Auch Kindergärten, Therapeuten und Kinderärzte schalten die Frühförderung ein, wenn Kinder Entwicklungsauffälligkeiten zeigen. Trümper: „Je früher mit einer gezielten Förderung begonnen wird, umso wirksamer und nachhaltiger können Entwicklungsrückstände aufgeholt werden.“

Im vergangenen Jahr hat die Frühförderung rund 120 Familien betreut. Trotz Geburtenrückgangs stagnieren die Beratungszahlen seit Jahren auf hohem Niveau. Der Fokus habe sich aber ebenso verändert wie die familiären Strukturen, sagt Trümper. Es gebe immer mehr Frühchen, mehr Familien mit Problemen als noch vor Jahren, statt Großeltern im Haus berufstätige Eltern, problematischen Medienkonsum auch schon im Vorschulalter, Hilfe von außen werde immer wichtiger.

Wer an der Feierstunde mit Präsentation, Kooperationspartnern und ehemaligen Mitarbeitern teilnehmen möchte, kann sich bis 22. April unter Telefon 0 55 27 / 98 13 60 im Sekretariat der Frühförderung anmelden.

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