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Höhlenrettung Thema beim Begegnungsabend der Bundespolizei Duderstadt

„Dieser Einsatz hat alles gefordert“ Höhlenrettung Thema beim Begegnungsabend der Bundespolizei Duderstadt

„Wir haben uns heute etwas Besonderes einfallen lassen“: So begrüßte der Abteilungsführer der Bundespolizeiabteilung Duderstadt, Polizeidirektor Martin Kröger, mehr als 100 Repräsentanten aus Wirtschaft, Politik, Kirche und anderen gesellschaftlichen Bereichen zum Begegnungsabend.

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Quelle: Lüder (Symbolfoto)

Duderstadt. Sie erfuhren vom Leiter des Bundespolizeitrainingszentrums Kührointhaus, Thomas Lobensteiner, viele Details zur Rettung des Höhlenforschers Johann Westhauser aus mehr als einem Kilometer Tiefe. Die elftägige Aktion in der Riesending-Schachthöhle im Berchtesgadener Land hatte international für Aufsehen gesorgt.

„Dieser Einsatz hat alles gefordert, was möglich ist bei uns und den Kollegen aus anderen Ländern“, sagte Lobensteiner, der in der bayrischen Bergwacht in Traunstein als Bereitschaftsleiter und Vorstand engagiert ist und einer der drei Einsatzleiter der Rettungsaktion war. Über 700 Kräfte seien im Einsatz gewesen, darunter siebzig Prozent ehrenamtliche Helfer. Der Verunglückte, der die Höhle im Berchtesgadener Land entdeckt, erforscht und schon 50 Mal besucht hat, war durch einen Steinschlag schwer verletzt worden.

Der Gast  erläuterte, wie mit einer Vielzahl von Flügen das Material und Personal zur Höhle geflogen wurde. Bis nach München habe es in Bergläden keine Seile, keine Bohrhaken und weiteres Material mehr gegeben. „Es war nichts mehr für normale Bergsteiger zu haben“, so der Einsatzleiter.

Begleitet von vielen Bildern erklärt Lobensteiner, wie die Höhle gesichert wurde und Westhauser  durch Schluchten, Schächte und enge Gänge ans Tageslicht befördert wurde. Der Einsatz habe 1,3 Millionen Euro gekostet, vermutlich werde der Forscher einen Beitrag leisten müssen. Ihm gehe es mittlerweile wieder so gut, dass er wieder in die Höhle will. Die Besucher des Begegnungsabends sammelten spontan über 300 Euro für die Bergwacht Bayern, die Kröger an Lobensteiner übergab.

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