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Hof Goldmann in Seeburg als 500. Mitglied im Anbauverband Bioland begrüßt

Ökologische Bewirtschaftung Hof Goldmann in Seeburg als 500. Mitglied im Anbauverband Bioland begrüßt

Der 500. Mitgliedsbetrieb im Bioland-Landesverband Niedersachsen/Bremen hat seinen Sitz im Eichsfeld. Geschäftsführer Harald Gabriel ist am Mittwoch in die Gemarkung Seeburg gekommen, um dem Betriebsleiter des Hofes Goldmann, Lothar Goldmann, und seine Lebensgefährtin Bernadette Bode in dem Anbauverband zu begrüßen und ihnen ein entsprechendes Schild zu überreichen.

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Gesprächsrunde in landwirtschaftlicher Kulisse: Harald Gabriel, Jörge Penk, Lothar Goldmann und seine Lebensgefährtin Bernadette Bode (von links).

Quelle: Schauenberg

Seeburg. Bei einem anschließenden Rundgang informierte er sich zusammen mit dem Gruppenvertreter der Bioland-Regionalgruppe Göttingen, Jörge Penk, über die Schwerpunkte des Hofes.

„Die politische Arbeit von Bioland ist mir sehr wichtig, weil ich selber auch politisch aktiv bin und da noch viel gemacht werden muss“, so Goldmann, der bereits zur Jahrtausendwende auf ökologische Bewirtschaftung umgestellt hat. „Da viele Kollegen in der Region auch Mitglieder des Verbandes sind, ist es einfacher mit ihnen zu kooperieren, wenn man nach den gleichen Richtlinien arbeitet“, begründet der 46-Jährige seine Entscheidung für den Beitritt zu Bioland.
Der Betrieb ist seit rund 200 Jahren im Familienbesitz. Goldmann hat ihn 1988 von seinen Eltern übernommen. War der Betrieb bis 1995 ein Nebenerwerb, so wird er seitdem im Vollerwerb von Goldmann und Bode mit Unterstützung der Kinder Florian und Theresa bewirtschaftet.

Der Umzug aus dem Ort Seeburg an seinen neuen Standort östlich des Seeangers erfolgte Ende 2014. Schwerpunkte sind der Anbau von Getreide, Raps, Leguminosen und die Mutterkuhhaltung mit Landschaftspflege. 90 Hektar stehen insgesamt zur Verfügung, davon 60 Hektar Acker und 30 Hektar Grünland.

Landesverbandsgeschäftsführer Gabriel erinnerte daran, dass Bioland hierzulande mit knapp 6000 Betrieben der bedeutendste Verband für ökologischen Landbau in Deutschland ist. „Wir unterstützen bei der Beratung, bei der Vermarktung und helfen bei der Interessenvertretung“, beschreibt er die  Hauptaufgaben.  Erfreulich sei die „solide Unterstützung“ aus der Politik. Ökolandbau sei ein fester Bestandteil der Förderpolitik „und auf die Prämien kann man sich verlassen“.
In der Bioland-Regionalgruppe gibt es derzeit 33 Mitgliedsbetriebe, die aus den Landkreisen Göttingen, Northeim und Teilen des Landkreises Osterode stammen, berichtet Gruppenvertreter Penk. Vielfalt kennzeichne die Ausrichtung und Struktur der Betriebe. Oft hätten gerade die kleinen Betriebe eine sehr intensive Vermarktung aufgebaut.

VON AXEL ARTMANN

Nachhaltigkeit als Prinzip
Die Bioland-Mitglieder entwickeln seit mehr als 40 Jahren mit ihrem Verband „eine ökologisch, ökonomisch und sozial verträgliche Alternative zur intensiven, von Industrie und Fremdkapital abhängigen Landwirtschaft“, beschreibt der Zusammenschluss das Tätigkeitsfeld seiner Angehörigen. Ziel der täglichen Arbeit sei die nachhaltige Erzeugung hochwertiger und gesunder Lebensmittel. Wirtschaften im Einklang mit der Natur, Förderung der Artenvielfalt sowie aktiver Klimaschutz- und Umweltschutz sollen die Lebensgrundlagen sichern und eine vielfältige Kulturlandschaft erhalten. Der Verband entwickelt nach eigenen Angaben Lösungsansätze für heutige und zukünftige Herausforderungen wie beispielsweise die ausreichende Versorgung mit gentechnikfreien Lebensmitteln und artgerechte Tierhaltung.
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