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Hoffnung auf Fortbestand des Grundschulstandortes Seeburg schwindet

Förderverein löst sich auf Hoffnung auf Fortbestand des Grundschulstandortes Seeburg schwindet

Die Verbundschule Seeburg-Seulingen verfügt  über zwei Schulstandorte mit eigenen Fördervereinen. Die Tage dieses dualen Systems scheinen jedoch gezählt. Der Förderverein für den Standort Seeburg wird aufgelöst.

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 „Zu wenig Kinder für zu viel Schule“: Die Grundschule in Seeburg wird voraussichtlich nicht zu halten sein .

Quelle: Schauenberg

Seeburg. Darüber sind sich die Mitglieder in einer letzten Jahreshauptversammlung einig gewesen. „Als nächster Schritt ist jetzt bis zum Jahreswechsel die Liquidation des Vereins mit dem Finanzamt abzuwickeln“, sagt Vorsitzender Lars Raabe. Von dem noch vorhandenen Geld wolle der Verein die Weihnachtsfeier in der Schule, Klassenfahrten und -projekte sowie die Dorfbücherei unterstützen.

Nur eine Handvoll Elternvertreter war überhaupt zu dem Treffen im Grundschulgebäude erschienen. Schon das zeigt, dass kaum noch Hoffnung auf einen Erhalt des Standorts Seeburg besteht. Dort gibt es nur noch eine dritte und eine vierte Klasse, nachdem laut Beschluss des Samtgemeinderats Radolfshausen wegen nicht für zwei Klassen ausreichender Schulanfänger zwei Jahre in Folge nur noch jeweils eine erste Klasse in Seulingen eingeschult wurde.

Nicht nur Raabe geht davon aus, dass der Grundschulstandort Seeburg nicht zu halten ist. Das befürchtet auch Seeburgs Bürgermeister Harald Finke (CDU) und drängt auf eine rasche Entscheidung, damit die Eltern Sicherheit haben. Von einer „sehr schwierigen Situation” spricht Arne Behre (SPD) als Bürgermeister der Samtgemeinde, die Schulträger ist: „Wir haben zu wenig Kinder für zuviel Schule.”

Noch sei die Entscheidung offen, verweist Behre auf den Ratsbeschluss, möglichst lange alle Standorte zu erhalten. Die für das kommende Schuljahr prognostizierte Zahl an Erstklässlern liege an der Grenze zu zwei Klassen. Und es sei nicht davon auszugehen, dass alle Eltern aus Seeburg und Bernshausen ihre Kinder für die Verbundschule anmelden würden. Schon in diesem Jahr wurden Erstklässler aus der Gemeinde Ebergötzen angemeldet. Durch Um- und Zuzüge könne sich die Prognose noch ändern, meint Behre: “ Dadurch würde sich das Problem aber letztlich nur verschieben. Und die Eltern wollten keine Zwergenschulen oder  Kombinationsklassen.”

Die Entscheidung über die Standorte hängt auch von der pädogogischen Einschätzung der Verbundschule ab. Deren Rektor Peter Moneke, der seit Jahren zwischen Seeburg und Seulingen hin- und herpendelt, wechselt im Februar an die Bilshäuser Grundschule. Seine bisherige Stelle ist ausgeschrieben.

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