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Holzbrikett-Fabrik soll Biogas-Anlage ergänzen

Investition in Krebeck Holzbrikett-Fabrik soll Biogas-Anlage ergänzen

Am Krebecker Kreuz soll ein Werk zur Fertigung von Holzbriketts gebaut werden, das direkt an die vorhandene Biogasanlage angrenzt. In der Fabrik, für die ein Investitionsvolumen von rund neun Millionen Euro veranschlagt ist, sollen jährlich bis zu 40 000 Tonnen Holzbriketts produziert werden.

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Neue Pläne am Krebecker Kreuz: Zwischen Biogasanlage und Bundesstraße soll ein Holzbrikett-Werk gebaut werden.

Quelle: Mischke

Investor Dietmar Kretschmer geht von bis zu 15 Arbeitsplätzen in Produktion und Vertrieb aus. Der Krebecker ist Genossenschafter der Biogasanlage und Geschäftsführer der Hamelner Bahn- und Tiefbau GmbH, die derzeit mehrere Holzbrikettfabriken in Norddeutschland plant und auf einen wachsenden Markt setzt, da Kohlebriketts für neue Öfen ab 2012 nicht mehr zugelassen seien.

Um raumordnerische Bedenken des Landkreises mit Blick auf das Gewerbe-Grundzentrum Gieboldehausen auszuräumen, hat die Samtgemeinde jetzt die gesamte Fläche als Sondergebiet ausgewiesen, der Bauausschuss zugestimmt. Eine Alternative zu dem Standort sieht Bauamtsleiter Klaus-Dieter Grobecker wegen der direkten Kopplung an die Biogasanlage nicht. Die Biogasanlage bei Gieboldehausen sei noch in der Planung und biete nicht die gleichen Voraussetzungen – von der Belastung des Landschaftsbildes bis zur Erschließung und Verkehrsanbindung.

Nach der frühzeitigen Beteiligung von Behörden und weiteren sogenannten Trägern öffentlicher Belange wird die Änderung des Flächennutzungsplanes jetzt öffentlich ausgelegt, die Aufstellung des Bebauungsplanes obliegt der Gemeinde Krebeck. Bürgermeister Josef Sorhage (CDU) wertet das Projekt als sinnvolle Ergänzung der Biogasanlage – ebenso deren Vorstandsvorsitzender Karl Heine. „Wir stehen voll dahinter“, verweist Sorhage auf Einigkeit im Gemeinderat.

Das Holzbrikett-Werk soll im Mehrschichtbetrieb rund um die Uhr laufen. Im Winter soll voraussichtlich im geringeren Umfang als im Sommer produziert werden, um die überschüssige Wärme der Biogasanlage für die Holztrocknung optimal auszunutzen. Der Lastwagenverkehr soll vorerst über die ausbaufähige Zufahrt der Biogasanlage laufen, bei Bedarf später auf der Landesstraße 523 eine Linksabbiegespur eingerichtet werden.

Kretschmer hofft, nach Abschluss des Genehmigungsverfahrens und Entscheidung über den Förderantrag im Sommer mit der Erschließung und im Herbst mit dem Hallenbau beginnen zu können. Im Sommer kommenden Jahres soll dann die Produktion angefahren werden, um im Winter darauf die erste Ware ausliefern zu können. Für Hallen und Freilager ist eine Gesamtfläche von rund 34000 Quadratmetern projektiert. Die Fabrik in Hallenbauweise werde flacher als die Biogasanlage, sagt Kretschmer. Als Rohstoffe werden vor allem Sägespäne, Holzhackschnitzel, Kronen- und Baumholz angeliefert und nach jeweiliger Beschaffenheit gelagert. Zu den Komponenten des Werkes gehören Hacker, Zerspaner, Steinfang, Trockner, Mischsilos und die eigentliche Brikettierungsanlage, in der das Material mit Druck unter großer Hitze gepresst wird. Verpackt und palettiert landen die Holzbriketts dann im Fertiglager, wo sie vom Großhandel abgeholt oder über die geplante eigene regionale Vertriebsstruktur vermarktet werden sollen.

„Eigentlich hätten wir in Thüringen bauen müssen“, meint Kretschmer mit Blick auf die Förderkulisse. Dort seien 40 Prozent Zuschuss zu erwarten, hier maximal 15 Prozent. Als Krebecker und Genossenschafter der Bioenergie Wollbrandshausen-Krebeck wolle er aber hier in die Nutzung nachwachsender Rohstoffe investieren.

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