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Hubert Frölich aus Nesselröden feiert Montag seinen 80. Geburtstag

Seit 62 Jahren Organist Hubert Frölich aus Nesselröden feiert Montag seinen 80. Geburtstag

„Wir Organisten müssen vor allem immer da sein“, meint Hubert Frölich, der am Montag seinen 80. Geburtstag feiert. Seit 62 Jahren übt er das Amt in der katholischen Kirche St. Georg in Nesselröden aus. „Ich habe an keinem Sonntag ausgeschlafen“, erzählt er. Immer wenn die Glocke läutet, macht er sich auf den Weg. Oft übt er bereits vor dem Gottesdienst mit Gemeindemitgliedern neue Lieder ein. Das 2013 neu erschienene Gesangbuch, das Gotteslob, enthält viele solcher Stücke.

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Schätzt die „Königin der Instrumente“: Organist Hubert Frölich.

Quelle: IS

Nesselröden. „Man muss mit der Kirche verbunden sein“, erklärt Frölich sein Engagement. Sein sechs Jahre älterer Bruder, der später Priester geworden ist, ermunterte ihn Anfang der 50er Jahre zum Orgelspielen. Der Bruder hatte ihm zuvor das Klavierspielen beigebracht. Frölich belegte beim Duderstädter Kantor Josef Jung einen Organistenlehrgang, den er im November 1952 bestand. Seither ist er als Organist tätig. Ende der 50er Jahre übernahm er die Gesamtverantwortung, als sein Vorgänger, ein Lehrer, nach Fulda zog.

Damals gab es noch drei Gottesdienste am Sonntagvormittag und um 13 Uhr noch eine Andacht. „Jedesmal war die Kirche voll“, erinnert sich der Organist. Für Unternehmungen mit der Familie blieb aufgrund der vielen Sonntagstermine kaum Zeit. Bis zum Zweiten Vatikanischen Konzil war die Messe noch auf Latein. Für Organisten war das anspruchsvoll. „Wir mussten alle Tonarten spielen können“, erklärt Frölich. Mit der Neugestaltung der Gottesdienste sei es einfacher geworden.

Frölich hat in all den Jahren versucht, bei jungen Menschen die Begeisterung für die Orgel zu wecken. „Sie wird nicht von ungefähr die Königin der Instrumente genannt“, erklärt er. Die Orgel in Nesselräden verfügt zum Beispiel über 35 Register. Sie kann tief brummen und hell pfeifen. Frölich rät jungen Menschen zunächst Klavier zu lernen. Derzeit sucht er nach einem Nachfolger. Allmählich möchte er sich zurückziehen.

Von Michael Caspar

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