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Hubertus Werner für eine Umgestaltung des Duderstädters ZOBs

Unattraktiv und unpraktisch Hubertus Werner für eine Umgestaltung des Duderstädters ZOBs

„Von einem Aushängeschild für die Stadt kann keine Rede sein“, beklagt Hubertus Werner den Zustand des Zentralen Omnibusbahnhofs.

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Für Besucher unattraktiv, für Busfahrer unpraktisch: Ortsbürgermeister Werner beklagt des Zustand des ZOBs.

Quelle: Richter

Duderstadt. In der Diskussion um die Belebung der Innenstadt spiele der ZOB eine ebenso zentrale Rolle wie für den Tourismus, glaubt der Ortsbürgermeister (CDU). Denn: Gäbe es dort mehr Parkplätze auf der der Innenstadt zugewandten Seite und einen durchgehenden Fußweg mit ansprechender Gestaltung, würden mehr Duderstädter und Gäste auch die Angebote in der Innenstadt nutzen, so Werners These.

Er hält es für an der Zeit, über eine Umgestaltung nicht nur nachzudenken, sondern „Nägel mit Köpfen“ zu machen und Planung und Bau anzugehen. Der Lenkungsausschuss zur Attraktivitätssteigerung der Innenstadt beschäftige sich bereits eingehend mit dem Thema, auch in den politischen Gremien werde es diskutiert.

Das Problem sei ein Grundlegendes, sagt Werner, das bereits bei der Verlegung des ZOBs an seinen jetzigen Standort am Wall entstanden sei. Aus einer „Notlösung“, die durch die Einrichtung der Fußgängerzone notwendig geworden sei, sei eine Dauerlösung entstanden. Der ZOB befand sich bis 1994 an der Unterkirche und war dann hinter die bestehende Parkplatzanlage verlegt worden.

Um nun zu ihren Fahrgästen zu gelangen, müssten Busfahrer die Wartenden einmal umkreisen, um dann halten zu können. Beim Wenden gebe es Schwierigkeiten, da die Wendekreise zu klein seien. So gerate ein Bus schon einmal auf die Gegenfahrbahn. Für Fahrer von Touristenbussen sei es besonders haarig, an den ZOB heranzufahren: Sie müssen durch eine Wallunterführung, die für Busse mit einer Höhe von weniger als 3,25 Metern ausgelegt ist.

„Die meisten sind aber höher“, weiß Werner. Zudem haben sie oftmals schlechte Karten, wenn es um das Parken gehe, da die vier Busparkplätze an der größten der Inseln oftmals bereits von Linienbussen von Unternehmen ohne Betriebshof besetzt seien.

Werner hielte es für sinnvoll, die Haltestellen vom westlichen Ende des Parkplatzes in den Süden zu verlagern, um den Fußweg in die Innenstadt zu verkürzen. Dort sollten dann wettergeschützte Wartebereiche eingerichtet werden, außerdem ein Toilettenhäuschen. Zudem mangele es derzeit an einer zentralen Informationstafel und Hinweisschildern auf die Angebote in der Innenstadt.

Dorthin solle, wenn es nach Werner ginge, ein durchgehender Fußweg verlaufen, der Gästen der Stadt die Orientierung erleichtere. Außerdem müsse der gesamte Bereich behindertengerecht gestaltet werden – und optisch ansprechender. „Der Gehwegbelag ist eine Katastrophe und die Begrünung zum Teil abgängig“, beklagt sich Werner.

Wann eine eventuelle bauliche Umgestaltung in Angriff genommen werden könne, sei schwer vorherzusagen. Werner appelliert an das Land, Fördermittel bereitzustellen, da Duderstadt als Mittelzentrum ohne Bahnanschluss verbesserte Busangebote vorhalten muss, um nicht ins Hintertreffen zu geraten.

Eine kleine Lösung sei nicht erfolgversprechend, glaubt Werner: „Jegliche Kosmetik wäre verschwendetes Geld.“ Er versuche gerade, die Planungen voranzubringen. Außerdem werde er erneut das Gespräch mit dem Zweckverband Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen (ZVSN) suchen.

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©Richter