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Schöpfung und Paradies im Mittelpunkt

Hubertusmesse Schöpfung und Paradies im Mittelpunkt

Zum zweiten Mal an diesem Wochenende ist am Sonntagvormittag kein freier Platz mehr in der Basilika zu finden gewesen. Zur Hubertusmesse in St. Cyriakus mit dem Bläserkorps der Jägerschaften Duderstadt und Worbis waren so viele Gläubige gekommen, dass Stühle herbei geholt werden mussten.

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Quelle: mah

Duderstadt. Die Hubertusmesse in diesem Jahr im "sagenhaft" gestalteten Gotteshaus zu feiern, erbaue ihn, sagte Thomas Ehbrecht, stellvertretender Vorsitzender der Jägerschaft, während seiner Begrüßung. Besonders erfreut sei er, dass mit einem grünen Licht am Hochaltar "selbst an die Jagd gedacht" worden sei. Gemeinsam mit 25 weiteren Musikern aus Duderstadt und Worbis gestaltete er die Sonntagsmesse zum Hubertustag und die Zeit danach mit, denn die Musiker unter der Leitung von Hans-Adolf Kurth ergänzten die liturgischen Klänge im Gottesdienst im Anschluss durch weltliche. Mit "Freude, schöner Götterfunken" entließen sie die Besucher in den Sonntag.


Mit dem Zeichen, das der Heilige Hubertus in einem Hirschgeweih gesehen hatte, wie Propst Bernd Galluschke erklärte, hatten die Christen den Gottesdienst begonnen. In seiner Predigt ging Galluschke auf die Frage nach dem "Danach" ein: Was geschieht nach dem Tod? Reinkarnationsglaube oder nihilistisches Denken seien heute ebenso verbreitet wie das Spötteln über "das Klopfen an der Himmelstür". "Witze sind Ventile im Umgang mit dem Unglaublichen", sagte Galluschke, der sich selbst den Spaß erlaubte, die Gemeinde mit Beispielen zum Lachen zu bringen. Eines davon: Angler, Jäger und Priester werden auf dem Weg in den Himmel an einem Sumpf vorbeigeführt, in den sie so stark einsinken sollen, wie sie im Leben gelogen haben. Den Angler erwischt es bis zu den Knien, den Jäger bis zu den Knöcheln. Ungläubig fragt der Angler, wie das sein könne - bei dem ganzen Jägerlatein - und der Jäger gibt zu, auf den Schultern des Priesters zu stehen. "Anwesende ausgeschlossen", sagte Galluschke lachend.
Ernsthaft stellte der Propst die Frage nach der Sinnhaftigkeit des Lebens ohne den Glauben an die Auferstehung. Wie das Paradies beschaffen sei, darüber lasse sich nur spekulieren. Wie aber Hubertus den Auferstandenen gesehen habe, gebe es Situationen, in denen Jesus im Alltag begegne. Zuletzt habe er dies beim Besuch in Brasilien gespürt, sagte Galluschke.
Wie die renovierte Kirche den Himmel näherbringen solle, erinnerten die Schlusssteine auch an den Wert der Schöpfung, der für die Jäger ein hohes Gut sei, sagte der Propst. Er versprach, im kommenden Jahr mit "Wallfahrtsstühlen" aushelfen zu wollen, wenn die Kirche wieder nicht allen Gläubigen einen Platz zum Sitzen biete. Als Zeichen der Verbundenheit übergab er der Jägerschaft einen der ausgemusterten Kerzenleuchter aus der Kirche. Damit stehen nun noch fünf der Kerzenhalter in Kreuzform zum Verkauf.

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©Richter