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Hunderte Katholiken kommen zur Pferdewallfahrt auf den Höherberg

Pfarrer segnet Vierbeiner Hunderte Katholiken kommen zur Pferdewallfahrt auf den Höherberg

Die Pferde wiehern und scharren mit den Hufen, Hunde zerren an der Leine und bellen. Bei der Pferdewallfahrt auf dem Höherberg ging es am Sonntag lebendig zu. Einige 100 Christen, Dutzende Kalt- und Warmblüter sowie um die 20 Kutschen hatten sich zum Abschluss des Wallfahrtsjahrs auf dem 242 Meter hohen Berg eingefunden.

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Quelle: Schneemann

Höherberg. Unten in der Goldenen Aue ist es noch neblig, doch oben auf den Berg kommt schon die Sonne hervor. Unter den mächtigen Linden, deren Laub sich gelb zu färben beginnt, treffen die ersten Kutschen ein. „Trainiert müssen die Pferde schon sein, um es auf den Berg zu schaffen“, meint Jörg Hartmann, der mit seinen Eltern und der eigenen Familie aus Gieboldehausen gekommen ist.

Eine Dreiviertelstunde hat er für die Strecke durch die Feldflur gebraucht. Trotz der langsamen Fahrt kamen auch Hartmanns Pferde ins Schwitzen. Decken hat der Gieboldehäuser über die Rücken seiner Tiere gelegt, damit sie sich nicht erkälten. „Meine beiden jungen Söhne sind mit ihrer eigenen, von zwei Ponys gezogenen Kutsche dabei“, erzählt er.

Von Germershausen ist Paul Wucherpfennig mit seiner Frau und den beiden Großkindern angereist. Ein schweres Thüringer Warmblut hat den Landauer gezogen. Hinten auf der Kutsche ist ein großer Picknickkorb befestigt. „Das Essen gehört dazu“, betont Wucherpfennig. Er kennt auch die Pferdewallfahrt in Etzelsbach. „Sie ist größer, hat aber nicht die Atmosphäre wie die auf dem Höherberg“, erzählt der Pilger, der seit Jahren an der Wallfahrt teilnimmt. Ihm und den anderen Tierfreunden ist der Segen wichtig, den Pfarrer Matthias Kaminski am Ende der Messe den Pferden und Hunden spenden wird.

Der Pfarrer ermutigt die Katholiken in seiner Predigt, „eine lebendige Christusbeziehung“ zu entwickeln. Dann würden sie gerne ihren Glauben bekennen und sich über andere Christen freuen.

Von Michael Caspar

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