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Hunderte Kinder feiern St.Martin in Duderstadt

Licht in der Dunkelheit Hunderte Kinder feiern St.Martin in Duderstadt

Ein frierendes Kind  in der Dunkelheit, auf der Suche nach etwas Wärme und Licht hat bei der ökumenischen Martinsfeier gestern Abend in der St. Cyriakus-Kiche den Bogen von der Legende vergangener Zeiten zur Gegenwart geschlagen.

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Begleitet von Martinsreiter und Blaskapelle: Hunderte Kinder ziehen am Vorabend des Martinstages mit Laternen durch Duderstadt.

Quelle: Richter

Duderstadt. Hunderte Kinder hatten sich mit Eltern oder Großeltern im Gotteshaus versammelt, um vor dem traditionellen Laternenumzug gemeinsam mit Pastorin Christina Abel einer modernen und kindgerechten Version der Martins-Geschichte zu lauschen und für notleidende Menschen in der Welt zu beten.

„Wir feiern das Martinsfest, um die Liebe an andere Menschen weiterzugeben. Wenn wir teilen, reicht es für alle“, machte Abel auch auf das schwere Schicksal unzähliger Flüchtlinge aufmerksam, die von Not und Tod bedroht seien. „Hunger, Kälte und Durst tun weh. Ein Mensch, der teilt, wird tatsächlich zu einem Licht“, erklärte die Pastorin. Und der Heilige Martin sei ein Licht, das jedem einzelnen den Weg weisen könne. Zur Erinnerung an den besonderen Tag hatten die Kinder außerdem kleine Stoffstückchen erhalten.

St. Martin ist der Schutzpatron des Eichsfeldes. Am 11. November wird der Namenstag des französischen Bischofs in Form traditioneller Martinsumzüge gefeiert. In Duderstadt und anderen Ortsteilen waren bereits am Vorabend des Martinstages hunderte Kinder mit ihren Laternen unterwegs, um die traditionellen Lieder zu singen und so an die Legende des barmherzigen Heiligen zu erinnern, der einst ohne zu zögern seinen Mantel zerteilt hatte und so zum Sinnbild der Menschlichkeit wurde.

Angeführt wurde der beeindruckende Zug, der sich wie ein Lichtermeer durch die Straßen der Duderstädter Innenstadt schlängelte, von einem ebenso beeindruckenden Vierbeiner: Wallach Ruskington Lord Tom aus dem Stall der Oakstead Shire Horses des Seulingers Hans-Werner Rink meisterte seinen ersten Auftritt als Martins-Pferd mit Bravour und trug seine Reiterin Antonia Rink in Gestalt des Heiligen souverän und sicher. Für Sicherheit sorgten sowohl Polizeibeamte als auch junge Mitglieder der Feuerwehr, die mit Fackeln den Weg beleuchteten.

Den Abschluss dieser besonderen Feier, wie Pastorin Abel sie nannte, feierten Kinder und Erwachsene an der Oberkirche. Dort gab es für die kleinen Martinssänger Gebäckstücke in Form von Martinsgänsen, die – ganz im Sinne des Heiligen – geteilt wurden.

Hunderte Kinder feierten mit Laternenumzug den Namenstag des Heiligen Martin. © Richter

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©Richter