Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -8 ° wolkig

Navigation:
Badespaß für Vierbeiner

Erster #hundimfreibad-Tag Badespaß für Vierbeiner

Einen Sprung ins – mittlerweile – kalte Wasser haben in Duderstadt 213 Vierbeiner gewagt. An der bundesweiten Aktion #hundimfreibad beteiligte sich am Sonnabend auch das Duderstädter Freibad: ein Badetag nur für Hunde.

Voriger Artikel
Vielfalt um die 40
Nächster Artikel
Kirche sucht Käufer für Kapelle

Labrador Ole mit Herrchen André Bokelmann.

Quelle: Niklas Richter

Duderstadt. Die Freibad-Saison endete eigentlich in der vergangenen Woche, die Wassertemperatur sank von den üblichen 24 Grad auf rund 18. Zu kalt für die meisten Schwimmer, aber ideal für die Vierbeiner, die am Sonnabend das Duderstädter Freibad in Hundebad verwandelten. Am letzten offenen Tag. „Wir bereiten die Becken für den Winter vor,“ sagte Markus Kuhlmann, Geschäftsführer der Eichsfelder Blockheizkraftwerk- und Bädergesellschaft (EBB). Chlor raus, Temperatur runter. Hygienisch sei das alles kein Poblem: „Die Hunde machen nicht ins Wasser.“ Auch der Stressfaktor für die Vierbeiner war gering: „Die Hunde können hier rumlaufen“, erklärte Andreas Pabst vom Duderstädter Tierheim. Kein Hund beanspruche das Freibad als sein Revier. Und so beschnüffelten sich große Rottweiler, Labradore und Golden Retriever mit kleinen Dackeln und Möpsen an den Becken, tollten herum. „Hunde sind ja ohnehin eigentlich Rudeltiere“, ergänzte Alenka Ehrhardt, Vorsitzende des Tierschutzvereins. Und so lange der Mensch nicht eingreife, regelten die Hunde das unmittelbar selbst.

"Der Großvater muss ein Seehund gewesen sein“

Rasch kristallisierten sich Schwimmer und Nichtschwimmer raus: „Die großen sind alles ‚Pussies‘“, lachte Martin Heidemann am Rand. Während die Dackel selbst in den Tiefwasserbereichen ihre Bahnen zogen, gingen andere, etwa große bullige Rottweiler maximal bis Bauchhöhe ins Wasser – mit Ausnahme der wasserliebenden Labradore. Nicht einmal einige Herrchen und Frauchen, die ins Wasser gingen, konnten ihre Vierbeiner zum Schwimmen animieren. „Wir haben zu Hause einen Labrador-Australian-Shepherd-Mix“, so Heidemann, „und der Großvater muss ein Seehund gewesen sein.“  Grundsätzlich könne jeder Hund schwimmen, so Pabst: „Aber manche wissen das von sich selbst halt nicht.“ Auch die spiegelnde Wasser-Oberfläche und die vielen Eindrücke mit anderen Hunden irritiere die Vierbeiner etwas. Nicht so Cäsar. Unermüdlich springt der dreieinhalbjährige Französische-Bulldoggen-Mix seinem Spielzeug hinterher. Die Herzberger Helga und Uwe Dada waren mit Cäsar schon an vielen Teichen, im Juessee und im Harz. „Aber das war uns neu“, freute sich Herrchen Dada, „wer hat denn schon mal einen Hund im Schwimmbad gesehen?“

Freibad Duderstadt zieht positive Bilanz

213 Hunde bei #hundimfreibad: Ein toller Premieren-Erfolg, fand EBB-Geschäftsführer Markus Kuhlmann. Der NDR habe morgens berichtet, mehr als 120 Anmeldungen lagen bereits eine Woche vor dem Schwimmen vor. Von Northeim, Göttingen bis hin in den Thüringer Bereich kamen am Sonnabend Vierbeiner (plus menschliche Begleitung) ins Freibad. „Wir müssen uns schon was einfallen lassen“, erklärte Kuhlmann. Vollmondschwimmen, Familientag mit Duderstadt2020, eine Party mit FFN und nun ein Schwimmtag für Hunde. Durch dieses Konzept sei das Duderstädter Freibad gut aufgestellt: Wie im Vorjahr besuchten 2016 rund 45.000 Gäste das Areal.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Apfel- und Birnenmarkt in Duderstadt

©Richter