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IGS-Duderstadt: Anmeldungen weiterhin möglich

Trotz Zukunftsdebatte IGS-Duderstadt: Anmeldungen weiterhin möglich

Bedauern, Skepsis, Verständnis und Kritik: Die Entscheidung des Bistums Hildesheim, die St.-Ursula-Schule aufzugeben, schlägt Wellen und sorgt für unterschiedliche politische Bewertungen. Groß ist die Sorge um die Zukunft der Schüler und Lehrer.

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Läuft weiter wie bisher: Die IGS Duderstadt.

Quelle: Arne Baensch

Duderstadt. Ob die Schule ausläuft oder der Landkreis die Trägerschaft übernimmt, wird in den nächsten Wochen zu verhandeln sein, der Kreistag dann abschließend entscheiden. Bistumssprecher Volker Bauerfeld weist darauf hin, dass doch noch neue Schüler aufgenommen und für den kommenden fünften IGS-Jahrgang angemeldet werden können, solange es keine Entscheidung über den möglichen Trägerwechsel gibt.

Zwingende Gründe, die für eine Übernahme der Trägerschaft durch den Landkreis sprechen, sieht SPD-Kreistagsfraktionsvorsitzender Reinhard Dierkes derzeit nicht, zeigt sich aber offen für Verhandlungen. Bei den Überlegungen müssten die Entwicklung der Gesamtschülerzahl, die Möglichkeit des KGS-Besuchs in Gieboldehausen und die vorhandenen Schulen in Duderstadt eine Rolle spielen: „40 Schüler pro Jahrgang zu verteilen, dürfte das Schulsystem vor Ort nicht überfordern.“ Die Einrichtung der IGS sei das Ergebnis „einer grotesken Fehleinschätzung“ gewesen, meint Dierkes.

Als „mutigen Schritt“ hingegen bewertet der CDU-Kreistagsfraktionsvorsitzende Dr. Harald Noack die Einrichtung der IGS, in die das Bistum viel Geld und Fachenergie gesteckt habe. Sein Stellvertreter Lothar Koch bedauert außerordentlich die Entwicklung der Schülerzahlen, die sich allerdings abgezeichnet habe: „Mit dieser Schülerzahl kann das Anspruchsprofil einer IGS mit den notwendigen Differenzierungen nicht erfüllt werden.“ Es werde nichts anderes möglich bleiben als ein Trägerwechsel, aber nicht als IGS. Neue Schüler seien in vorhandene Schulformen zu integrieren.

Nicht nachvollziehen kann Schulelternratsvorsitzende Natascha Wüstefeld die Entscheidung: „Das Bistum hätte sich stärker für die Schule einsetzen müssen.“ Auch die Zusammenarbeit mit der katholischen Grundschule St. Elisabeth hätte intensiviert werden können. Wüstefeld bemängelt zudem die Informationspolitik des Bistums, das alle Beteiligten vor vollendete Tatsache gestellt habe.

Bei allem Bedauern über den Verlust der Schule, deren Ausbau als Gesamtschule nicht gelungen sei, zeigt Propst Bernd Galluschke angesichts des hohen finanziellen Defizits Verständnis für das Bistum, das viel investiert habe. Die in den sozialen Netzwerken erhobenen Vorwürfe gegen die Kirche weist Galluschke zurück und baut auf den Inklusiven Campus, mit dem ein Zeichen für leistungsschwächere Schüler gesetzt werden könne. ku

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©Richter