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Entlassungsfeier für 69 Gesamtschüler

IGS Duderstadt Entlassungsfeier für 69 Gesamtschüler

Von Trauer über das Auslaufen der Integrierten Gesamtschule St. Ursula ist bei der Entlassungsfeier am Mittwoch nichts zu spüren gewesen. 66 Zehntklässler und drei Neuntklässler bekamen in der Aula ihre Abschlusszeugnisse überreicht.

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Quelle: NR

Duderstadt. Die können sich sehen lassen. Nach Angaben von Schulleiterin Daniela Breckerbohm erreichten 18 Schüler den erweiterten Realschulabschluss und damit die Berechtigung für die gymnasiale Oberstufe, 31 den Realschulabschluss und 17 den erweiterten Hauptschulabschluss, den sogenannten „Sekundarabschluss I – Hauptschulabschluss“. „Damit übertrumpfen wir die Drittelungsregelung“, sagte Breckerbohm. Im neuen Schuljahr wird es nur noch gut halb so viele Fünftklässler geben wie beim Wechsel des jetzigen Entlassungsjahrgangs von der Grundschule auf die IGS. Das ist dann voraussichtlich der letzte Jahrgang, der die Schule in Trägerschaft des Bistums durchlaufen wird.

Schulpolitik spielte bei der Entlassungsfeier aber allenfalls eine Randrolle. „Der schönste Tag in meiner Schullaufbahn war die Entlassung“, gestand Matthias Schenke (SPD) als Vertreter der Stadt Duderstadt: „Ich hätte gern an einer Schule wie dieser gelernt – in Gemeinschaft und gegenseitigem Respekt.“ Die Schüler sollten den Gedanken an eine Schule weitertragen, die das Fortbestehen verdient habe. Ansonsten gab Schenke den Schülern eine Weisheit der Rolling Stones mit auf den Weg: „You can`t always get what you want“.

Gedanken über die Zeit

Breckerbohm freute sich, dass es in der Aula wieder so  voll war, dass „man sich zusammenkuscheln muss“. Ihre Rede bei der Entlassungsfeier kreiste um die Zeit  – als physikalische Größe wie im Unterricht thematisiert, aber auch in der menschlichen Wahrnehmung. Ein ereignisreicher Zeitraum erscheine kurz und vergehe  wie im Flug, ereignisarme Zeiträume dauerten manchmal quälend lange. Bei Schülern werde Langeweile auch kurz Schule genannt, für Eltern und Lehrer sei der schulische Zeitraum kurzweilig.

 „Habt ihr schon einmal darüber nachgedacht, dass ihr nun bei zehn Schuljahren mit 35 Schulwochen und dabei ungefähr sechs Stunden am Tag 37,8 Millionen Sekunden in der Schule verbracht habt“, fragte Breckerbohm die Schüler. Für den einen oder anderen möge es auch mehr gewesen sein. Darüber wolle sie heute aber nicht sprechen. Auch nicht darüber, dass manche die Schulzeit oft nur als Erholungspause zwischen den Partyphasen nutzten. 

„Heute ist eure Zeit da, den Abschluss zu feiern“, sprach Breckerbohm die Entlassenen an: „Genießt diese Zeit und lasst es bei eurem Abschlussball richtig krachen! Diese Zeit gibt es nur einmal, denn auch eure Zeit schreitet kontinuierlich nur in eine Richtung voran.“ Breckerbohm hofft jedenfalls, dass die Schüler der Abschlussklassen später gern an ihre Schulzeit an der IGS zurückdenken und sie auch ein Stück weit vermissen werden.

Kreative Schülerbeiträge

Ihre Zeit kreativ genutzt haben die Schüler, die die Entlassungsfeier mit Beiträgen bereicherten. Die Instrumental-AG spielte „Lily was here“ von David A. Stewart, „Baker Street“ von Gerry Rafferty und „David‘s Song“ von der Kelly Family, der Disco-Fox-Kurs zeigte sein Können bei einer Tanzvorführung, Lena Thieme stimmte das Lied „Lemon Tree“ an, und die Theater-AG unterhielt Eltern, Schüler und Gäste mit Eulenspiegeleien. Beste Abschlussschüler waren Niels Nolte mit einem Notendurchschnitt von 1,3 und Melati Romeyke mit einem Notendurchschnitt von 1,4. Für besonderes schulisches und soziales Engagement geehrt wurden Laura Fuchs (Jahrgangssprecherin 5-7) und Schülersprecherin Isabella Asanov.

Ihren Schulsturm haben die Gesamtschüler bereits am vergangenen Freitag hinter sich gebracht. „Mit Spielen für die Lehrer sowie der obligatorischen Wasserbomben und Babyschaumschlacht“, sagt Breckerbohm und freut sich, dass „sich alle an die Regeln gehalten haben“. Nächste und letzte Etappe für die Schüler der drei zehnten Klassen ist der Abschlussball am Freitag ab 20 Uhr in Wehnde im Obereichsfeld.

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©Richter