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IGS nimmt doch noch neue Fünftklässler auf

Kehrtwende in Duderstadt IGS nimmt doch noch neue Fünftklässler auf

Die Appelle haben gefruchtet: Die IGS St. Ursula nimmt nun doch noch neue Fünftklässler auf. Damit entspreche Bischof Norbert Trelle dem ausdrücklichen Wunsch der Eltern- und Schülerschaft, die sich für einen Fortbestand der Schule einsetzen, sagt Bistumssprecher Volker Bauerfeld.

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Quelle: NR/Archiv

Duderstadt. Durch die letztmalige Aufnahme eines fünften Jahrgangs zum 1. August 2017 solle Zeit gewonnen werden, um eine geeignete Lösung für die Zukunft der Schule zu finden. Mit seiner Entscheidung für neue Schülerinnen und Schüler verbinde Bischof Trelle die Hoffnung auf konstruktive Gespräche mit  dem Landkreis über die Zukunft des Schulstandortes St.-Ursula-Schule.

Für den sieht Kreisschuldezernent Marcel Riethig allerdings nach wie vor keine Chance. Die Entscheidung des Bistums, doch noch einmal neue Schüler aufzunehmen, ändere nichts an der Position von Kreisverwaltung und Kreistag. Eine Übernahme der Schulträgerschaft sei schulrechtlich nicht möglich, für eine neue Integrative Gesamtschule am Standort Duderstadt gebe es keine Kreistagsmehrheit, sagt Riethig.

Im Februar hatte das Bistum  Hildesheim verkündet,  dass es sich wegen zu geringer Schülerzahlen und zu hoher Kosten aus der Trägerschaft der Schule zurückziehen werde. Man sei auch bereit gewesen, im Sommer noch einmal Fünftklässler aufzunehmen, um den Kreis zu entlasten, sagt Bauerfeld: „Als die Kommune signalisierte, die Trägerschaft für die IGS nicht übernehmen zu wollen, entschloss sich das Bistum dann, keinen weiteren Jahrgang mehr aufzunehmen.“ Das hatte zu Verunsicherung bei Eltern, Lehrern und Schülern geführt, scharfe Kritik an Kreis und Bistum sowie schulpolitische  Diskussionen ausgelöst.

Koch drängt auf Anmeldungen

Der Rat der Stadt Duderstadt hatte in seiner jüngsten Sitzung einstimmig  beschlossen, das Bistum auf eine nochmalige Einschulung zu drängen. Dieser von Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) weitergetragene Appell habe jetzt ebenso Berücksichtigung  gefunden wie ein von St.-Ursula-Elternvertreter Ulrich van Almsick und Propst Bernd Galluschke unterzeichnetes Schreiben im Namen von Eltern- und Schülerschaft, sagt Bauerfeld: „Damit verbinden wir die Hoffnung, noch eine wie auch immer geartete Lösung zu finden.“ Das Bistum stehe zu seiner Zusage, alle Jahrgänge bis zum Abschluss weiter zu beschulen. Mit der nochmaligen Aufnahme neuer Schüler werde der letzte Jahrgang erst im Schuljahr 2022/23 entlassen. Das Bistum zeige damit guten Willen, sagt der Duderstädter CDU-Landtagsabgeordnete Lothar Koch und appelliert an die Eltern, diese Chance zu nutzen: „Es müssen ausreichend Kinder angemeldet werden, um den neuen Jahrgang und seine Durchmischung gewährleisten zu können.“

Schulangebot im Harz wird überprüft

In einem Schreiben an Dr. Jörg-Dieter Wächter, Direktor der Hauptabteilung Bildung im Bischöflichen Generalvikariat Hildesheim, nimmt Kreisschuldezernent Marcel Riethig die nochmalige Aufnahme von Fünftklässlern an der IGS St. Ursula zur Kenntnis. Zugleich betont Riethig, dass diese Entscheidung nichts mit Kapazitätsengpässen oder „politischer Bereitschaft“ des öffentlichen Schulträgers zu tun habe. Trotz Aufnahmestopps an der IGS hätten alle Schüler einen Platz an Schulen in Trägerschaft des Landkreises erhalten. Für die Neugründung einer IGS in Duderstadt gebe es keinerlei Mehrheiten im Kreistag, der sich voraussichtlich Ende April für eine Überprüfung des Schulangebotes im Raum Osterode aussprechen werde. Ob dort 2018 eine weitere Gesamtschule errichtet werde oder nicht, bleibe den Beratungen im Kreistag vorbehalten. Eine Öffnung der Schulbezirke zu erwarten, wäre unrealistisch, die Kreistagsmehrheit habe sich bereits dagegen ausgesprochen.

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