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Im Untereichsfeld beginnt bereits das närrische Treiben

„Mingeröder Rummel“ Im Untereichsfeld beginnt bereits das närrische Treiben

Mit einem dreifach donnernden Mingeröder Halau begann am Sonnabend, 7. November, wenige Tage also vor dem eigentlichen Start am 11. November, die närrische Saison im Untereichsfeld. Zu Beginn wurden die Majestäten Axel I. und Birgit I. und das Kinderprinzenpaar Lasse I. und Marie I. inthronisiert.

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Mit einem dreifach donnernden Mingeröder Helau begann am Sonnabend, 7. November, wenige Tage also vor dem eigentlichen Start am 11. November, die närrische Saison im Untereichsfeld.

Quelle: Richter

Mingerode. Wummernd, fast mit Samba-Lauten, zog am Sonnabend die Mingeröder Brass & Drum-Band die Treppe zum Dorfgemeinschaftshaus hinauf.

 

 

Im Zug dahinter in Blau der Elferrat der Mingeröder, blaue und rot-weiße Gardemärchen in Uniform und Dreispitz, dahinter auch bisherige Träger des Pannkauken-Ordens. Auf dem Saal füllte es sich rasch, die Stimmung war ausgelassen, die Musik spielte weiter.

In diesem Jahr wurde Axel Kaldeich, seit 1993 Sitzungspräsident und damit verantwortlich für das närrische Treiben der Saison, endlich inthronisierter Obernarr: Gemeinsam mit Ehefrau Birgit stellen sie das Prinzenpaar der Saison. „Ich wollte mal neben meinem Mann sitzen“, sagte Birgit I.

Immer nur von unten zu gucken, habe sie jahrelang getan, jetzt wolle sie dies mal von der Bühne aus tun. Auch Celina I. und Laurin I. mussten als Kinderprinzenpaar ihre Insignien an das neue Paar, Lasse I. (Zwingmann) und Marie I. (Kohl) weitergeben.

Mit einem dreifach donnernden Mingeröder Helau begann am Sonnabend, 7. November, wenige Tage also vor dem eigentlichen Start am 11. November, die närrische Saison im Untereichsfeld. © Richter

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„Wenn sich jetzt jemand von Euch gefreut hat, dass ich mal nichts sage“, sprach Axel I in seiner ersten Thronrede, „den muss ich leider enttäuschen.“ Er werde, so der Chef der Narren, sich mit Birgit an die Seite der Bühne setzen und aus einer VIP-Lounge kommentieren, lachte er.

Seit 1978 gibt es den Mingeröder Carnevalsverein (MCV), 300 der 1500 Mingeröder sind, in der fünften Jahreszeit, aktive Narren. „Mingeröder Rummel“ heißt das Motto der Saison, alles ist möglich, sagte dazu Joachim Böttger: Schausteller oder Zauberer, kurz, alles was mit Rummel zu tun habe.

Der 57-Jährige ist seit Januar 1979, den ersten tollen Tagen, dabei: „Wir sind hier eine richtige Kulthochburg!“ Pannkauken, genauer Minjerösche Pannkauken, sind der Neckname der Mingeröder. Mit viel Selbstironie verleihen sie jährlich zu Beginn der Saison den Pannkaukenorden. Mal an Politik, mal an Wirtschaftsvertreter, aber auch Propst Galluschke wurde 2011 damit ausgezeichnet.

Am Sonnabend verlieh der MCV diese Auszeichnung, die ein wenig an den „Orden wider den tierischen Ernst“ erinnert, an Ortsbürgermeister Manfred Görth (CDU).

„Wir haben dieses Mal eine besonders kurze Session“, sagte Elferratsmitglied Klaus Marschall. Die vier Büttenabende des MCV finden bereits in den ersten beiden Januarwochen statt, denn Rosenmontag liegt 2016 auf dem 8. Februar. Bis dahin donnern aber weiter zahlreiche „Mingeröder Helau“ durchs Untereichsfeld.

Von Gunnar Müller

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