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Immingerode startet durch

Breitbandausbau Immingerode startet durch

In Immingerode haben die Arbeiten für den Breitbandausbau begonnen. „Für uns ist das sensationell“, freut sich Ortsbürgermeister Stefan Stollberg (CDU). „Bevor sich Menschen für ein Dorf entscheiden, fragen sie zuerst nach der Internetverbindung.“ Ab September sollen nun 100 MBit/s zur Verfügung stehen.

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Startschuss für schnelles Internet in Immingerode.

Quelle: Niklas Richter

Immingerode. Projektleiter Thomas Gerlach erklärte, dass nach den Planungen im Oktober das Stadtgebiet von Duderstadt weitestgehend an die schnelle Verbindung angeschlossen sein soll. Ausnahmen bilden die Ortsteile Hilkerode und Brochthausen, die telefonisch an Rhumspringe angebunden sind.

Einschalttermine

Strang 1: Breitenberg Ende Mai; Strang 2: Nordstadt (Bereich Felsenkeller bis Göttinger Straße) geplant Mitte Juni; Strang 3: Südoststadt (Bereich Siebigsfeld, Worbiser Straße), Gerblingerode Mitte Juli; Strang 4: Mingerode Ende August; Strang 5: Weststadt (Bereich Euzenberg bis Innenstadt) Anfang September; Strang 6: Oststadt (Bereich Innenstadt bis Ecklingeröder Straße), Fuhrbach, Langenhagen Ende September

Neu entschieden

Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) erinnerte noch einmal daran, dass der Ausbau des Netzes durch OR Network schon begonnen hatte, als die Telekom ihre Bereitschaft erklärte, auch Mingerode und Immingerode in das 05527-Netz zu nehmen. Der Stadtrat habe den laufenden Bauprozess gestoppt und sich neu entschieden.

„Bis zum Spätsommer sollen nun die Tiefbauarbeiten im gesamten Bereich abgeschlossen sein“, erklärt Gerlach. Dabei verlegen die Arbeiter etwa 26 Kilometer Glasfaser und stellen in den Ortsteilen insgesamt 35 Multifunktionsgehäuse auf. In Immingerode werden zwei Kilometer Kabel in die Erde gebracht und zwei Gehäuse angeschlossen.

Erst der Anfang

Der gesamte Ausbau im beteiligten Duderstädter Stadtgebiet verteilt sich auf sechs Stränge. „Bis Ende September/Anfang Oktober sollen alle Stränge eingeschaltet sein“, sagt Gerlach. Dann können die Kunden mit bis zu 100 MBit/s parallel surfen, telefonieren und je nach Vertrag auch fernsehen. Die Geschwindigkeit sei erst der Anfang, erläutert Gerlach: „Ab 2017/18 sind Geschwindigkeiten von 250 MBit/s möglich.“ Über die erste Stufe können sich die Breitenberger schon ab Montag freuen, denn sie sind die ersten, bei denen der Ausbau abgeschlossen ist.

„Für den Kunden ändert sich zunächst einmal nichts“, erzählt Jens Göppert, kommunaler Ansprechpartner der Telekom Deutschland. „Es sei denn er wird aktiv und lässt seinen Anschlussvertrag anpassen.“ Auch sei das geplante Netz ein Privatkundennetz.

Landkreislösung bis 2018

Seulingen. Die Frage nach schnellem Internet ist regelmäßig Thema im Gemeinderat Seulingen. Bürgermeister Matthias Rink (CDU) sah sich in der jüngsten Sitzung einmal mehr dem Unmut von Bürgern ausgesetzt. WRG-Geschäftsführer Detlev Barth nannte in Immingerode das Ziel, den Landkreis bis 2018 nahezu flächendeckend zu versorgen.

Die langsame Internetverbindung sei ein extremer Standortnachteil. Auch Rink ist verärgert, „dass das ganze so lange dauert, bis Seulingen angebunden wird“. Er telefoniere regelmäßig mit Jens Göppert, dem kommunalen Ansprechpartner der Telekom Deutschland, und hatte diesen auch schon gebeten, zu einem Infoabend in das Dorf zu kommen. Thomas Gerlach, Projektleiter in Duderstadt, erklärt warum ein Ausbau wie in Duderstadt in Seulingen nicht rentabel für das Unternehmen sei: „Glasfaserkabel kosten rund 70 000 Euro pro Kilometer. Und Seulingen ist an Ebergötzen angebunden, wodurch allein der Weg zwischen den Orten rund eine halbe Million Euro benötige.“

Doch auch für Orte wie Seulingen scheint nun eine Lösung in Sicht. Der Landkreis plant einen 98-prozentigen Ausbau. Dabei sollen 95 Prozent der Anschlüsse mit mindestens 30 MBit/s und 85 Prozent mit mindestens 50 MBit/s abgedeckt werden. Am Freitag endete das Interessenbekundungsverfahren bei der Wirtschaftsförderung Region Göttingen (WRG). „In den Kreistagssitzungen in Göttingen und Osterode im Juni soll nun entschieden werden, ob eine Eigenausbau- oder Deckungslückenlösung gewählt wird“, so Barth. Bei der ersten Variante sorge der Landkreis selber für das Netz, beim zweiten schließe er die finanzielle Lücke in Bereichen, in denen sich der Ausbau für das Unternehmen nicht rentieren würde. Nach dieser Entscheidung könne der Ausbau europaweit ausgeschrieben werden. „Wegen der Bundesförderung, bei der pro Landkreis bis zu 15 Millionen Euro Zuschüsse möglich sind, muss alles bis 2018 abgeschlossen sein“, erklärt Barth. rf

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