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In Breitenberg ist der Teufel los

Theatergruppe feiert Erfolge mit dem Stück „Lucifer“ In Breitenberg ist der Teufel los

Der Teufel höchstpersönlich hat Breitenberg heimgesucht. Die Premiere des Theaterstückes „Lucifer“ war ein voller Erfolg, und die beiden weiteren Aufführungen des Laientheaters sind ausverkauft. Ensemble-Mitglied Pascal Eckermann hat das hintergründig-humorvolle Stück selbst geschrieben.

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Quelle: HS

Breitenberg. Noch bevor der Vorhang aufging, wurden die Zuschauer im voll besetzten Saal der Gaststätte Zur Erholung akustisch auf das eingestimmt, was die ländliche Idylle ausmacht: Hahnenschrei, Muhen der Kühe, Rattern der Traktoren -– und natürlich das Läuten der Glocken. Lucifer tritt auf den Plan und lacht sich beim Gebet der Gläubigen ins Fäustchen: „Widersagt ihr den Verlockungen des Bösen? Der Gier, dem Luxus, dem Hass?“, fragt er zynisch. Hintergründige Wortspielereien und tiefsinniger Humor lassen dörfliche Alltagsprobleme wie Demografie, Generationskonflikte, Vereinsleben und Glaubensfragen ebenso durchschimmern wie eine bewusste Identifikation mit der Heimat.

„Ich wollte in dem Stück darstellen, was das dörfliche Leben heute ausmacht. Aber ich möchte auch eine Besinnung darauf, was wir haben“, erklärte der angehende Lehrer Eckermann, der gerade sein Studium abgeschlossen hat. Als Luzifer geht er eine Wette mit drei Engeln ein, die sich den Glauben an das Gute im Menschen bewahrt haben. Und dabei geht es durchaus humorvoll zu: Bürgermeister Johann hat einiges um die Ohren – mit seiner dementen Mutter, seiner pubertierenden Tochter, den Befindlichkeiten der Vereinsvorstände und der frisch aus Polen eingetroffenen Altenpflegerin Jozefina, die allerdings auch Luzifer das Leben zur Hölle machen kann.

Mit Spielfreude und einem außergewöhnlichen Stück hat sich die Theatergruppe des Heimat- und Kulturvereins den tosenden Applaus des Publikums verdient. Die letzte Aufführung wird am 18. November ebenfalls im Saal des Gasthauses gezeigt.

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©Richter