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In Duderstadt auf den Spuren des Mausohrs

Ferienkinder erforschen die Fledermäuse im Rathaus mit dem Fledermausbeauftragten Markus Merten In Duderstadt auf den Spuren des Mausohrs

Auf Fledermaus-Exkursion mit dem Duderstädter Fledermausbeauftragten Markus Merten ging es für Kinder in einer weiteren Ferienaktion. Bis unter das Dach des Rathauses gelangte das „Forscherteam“ auf der Suche nach dem Großen Mausohr, der größten aller Fledermausarten.

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Quelle: Thiele

Duderstadt. Am Treffpunkt neben der Rathaustreppe war der neunjährige Florian der erste, der bemerkte, dass die Kinder bereits beobachtet wurden. Ein schläfriges Mausohr hing unter dem Bogen neben der Treppe, streckte kurz einen Flügel – und schlief dann trotz der aufgeregten Zurufe der Kinder weiter. „Die ist noch jung und hat wahrscheinlich den richtigen Eingang zum Dachboden nicht gefunden. Ist aber kein Problem, den findet sie dann heute Nacht“, erklärte Merten.

Die jungen Forscher waren Teilnehmer der Ferienleseaktion Julius Club, einige waren aus dem Haus St. Georg dazugekommen. Die meisten Kinder hatten schon Fledermäuse gesehen, im heimischen Garten, in Scheunen oder im Zoo. Einige kannten sich auch schon ganz gut aus, wussten, dass sich Fledermäuse von Insekten ernähren und nachts jagen.

„Gibt es Vampire?“, fragte Merten. Die Kinder lachten und waren sich einig: Die gibt es nicht. „Doch die gibt es. In Südamerika lebt die Vampirfledermaus. Aber die saugt kein Blut, sie leckt nur ein paar Blutstropfen aus winzigen Kratzwunden bei Weidetieren“, räumte der Fledermausfachmann mit Vorurteilen auf.

Informationen gab es reichlich: über Leben, Arten, Jagdverhalten oder auch über die Aufzucht von heruntergefallenen Babyfledermäusen, die Merten mit Spezialmilch ernähert.

Schließlich ging es auf den Dachboden. Ganz ruhig sollten die Kinder sein, damit sie die schlafenden Tiere, die über ein extrem gutes Gehör verfügen, nicht wecken würden. Zum Einbruch der Nacht würden die kleinen Säugetiere dann nach draußen flattern, um zu jagen. „Eine Fledermaus schafft rund 3000 Mücken pro Nacht“, sagte Merten.

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©Richter