Volltextsuche über das Angebot:

22 ° / 8 ° wolkig

Navigation:
In Gerblingerode werden auffällig viele Katzen vermisst

Das Dorf der verschwundenen Katzen In Gerblingerode werden auffällig viele Katzen vermisst

„Katzenmörder“ ist das Flugblatt überschrieben. Drei Ausrufezeichen machen deutlich, wie wichtig den Kindern, die das Plakat gemalt haben, ihr Anliegen ist. Eine der Töchter von Christian Wüstefeld hat sich gemeinsam mit einer Freundin ihre Trauer und Wut von der Seele geschrieben: Lotte ist weg. Und die vier Jahre alte Katze scheint nicht die einzige zu sein, die seit August in der Nachbarschaft spurlos verschwunden ist.

Voriger Artikel
Niedersachsenhof Gieboldehausen und Festplatz vor Verkauf
Nächster Artikel
Gottesdienst der Bundespolizeiabteilung in Duderstadt

Flugblattaktion: Mit handgemalten Plakaten suchen die Wüstefelds nach Zeugen.

Quelle: EF

Gerblingerode. Von etwa zehn vermissten Tieren seit August wissen die Wüstefelds. Insbesondere im Bereich Lindentalstraße/Jecksberg/Weender Straße seien Katzen weggekommen, sagt Christian Wüstefeld, der eine Suchaktion initiiert hat.

Mit Flyern bitten er und seine Familie jetzt Zeugen, sich zu melden – und sie sprechen sogar den vermeintlichen „Katzenmörder“ direkt an. Ob die Tiere allerdings tatsächlich umgebracht wurden, dafür haben sie keinen Anhaltspunkt. Es kursiere im Ort das Gerücht, Katzen, die sich mehr als 300 Meter vom Haus ihres Besitzer entfernten, seien Freiwild – und dürften damit von Jägern geschossen werden.

„Das stimmt so nicht“, erklärt Polizist und Jäger Guido Schwarze. Die 300-Meter-Grenze beziehe sich auf das letzte Wohnhaus im Ort, nicht auf das Haus des Katzenbesitzers. Außerdem genüge es nicht, wenn eine Katze sich 300 Meter entfernt davon einfach nur aufhalte. „Es muss eine wildernde Katze sein“, sage das Niedersächsische Jagdgesetz

Zum Vergrößern klicken.

Quelle:

Im Falle von Hauskatzen wie sie in Gerblingerode verschwunden sind, hält auch Wüstefeld es für unwahrscheinlich, dass sie von Jägern erlegt wurden. „Wir vermuten eher eine Katzenfalle“, sagt der Familienvater. Wenn die Tiere noch am Leben seien, wäre er über einen Hinweis dankbar: „Ich würde auch durch die Gegend fahren und alle wieder einsammeln“, sagt er.

„Die Kleine steht jeden Tag am Fenster und ruft nach Lotte“

Hauptsache, seine Töchter würden wieder glücklich. „Die Kleine steht jeden Tag am Fenster und ruft nach Lotte“, beschreibt Wüstefeld, wie traurig seine knapp zwei Jahre alte Tochter ist. „Lotte ist ein Familienmitglied.“

Dass sie aus Krankheitsgründen weggelaufen ist oder überfahren wurde, glaubt er nicht. Seine Lotte sei quietschfidel gewesen – und die Häufung der Fälle in Gerblingerode lasse sich durch einen einzelnen natürlichen Grund des Verschwindens auch nicht erklären.

Bei der Polizei und im Tierheim haben sich die Wüstefelds bereits gemeldet, der Verlust zweier anderer Katzen wurde bereits angezeigt – eine Spur gibt es bisher aber nicht. Die Beamten der Polizei raten nun dazu, sich im Falle eines Verdachts auf der Wache, Telefon 0 55 27 / 9 80 10 zu melden.

Das Tierheim nimmt ebenfalls Hinweise entgegen. Verlustmeldungen können über Facebook und im Tierheim direkt gemacht werden. Außerdem nimmt Wüstefeld Hinweise per E-Mail entgegen: ch.wueste@gmx.de.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Herbstfest in Rhumspringe

©Richter