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In Gewächshäusern von Winterruhe keine Spur

Tulpen stecken Blütenköpfe hervor In Gewächshäusern von Winterruhe keine Spur

Lasst Blumen sprechen: Damit die Eichsfelder diese Redewendung mit Leben erfüllen können, sind auch in der Winterzeit viele Arbeiten in großen Gewächshausern notwendig.

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Von Winterruhe nichts zu spüren: Jutta Reischl hat alle Hände voll zu tun.

Quelle: Blank

„Wir haben in den vergangenen Wochen allein rund 200 000 Geranien gesteckt“, nennt Jörg Reischl, Inhaber vom Duderstädter Gartenbau Reischl, ein Beispiel und verweist darauf, dass noch 100 000 folgen werden. Zunächst werden die Töpfe mit Erde gefüllt und per Roboter auf Tische gesetzt, die in ein Gewächshaus kommen. Durch einmaliges Fluten der Tische und Angießen wird dafür gesorgt, dass die Erde in den Töpfen feucht ist. Sind die aus Äthiopien und Kenia stammenden Stecklinge in den Töpfen, werden sie belichtet und mit Wärme versorgt. Für ein leichtes Einwurzeln sei es wichtig, die Stecklinge zu besprühen oder für 100 Prozent Luftfeuchtigkeit zu sorgen, erläutert Reischl. Nach rund vier Wochen haben sie sich bewurzelt.

Gesteckt werden jeweils 28 000 Stück in der Woche, bevor dann wieder zwei Wochen Ruhe ist. „Wir verkaufen Ende März die ersten frischen Geranien und Mitte Juli die letzten“, verdeutlicht Reischl den Sinn der zeitlichen Streuung. Zu den Pflanzen, die gesteckt werden, zählen unter anderem auch Million Bells, Fuchsien und Bacopa. „Wir machen fast jeden Schritt selbst, so dass die Mitarbeiter das ganze Jahr über ausgelastet sind“, betont Reischl.

Dass von Winterruhe keine Rede sein kann, zeigt sich auch in anderen floralen Bereichen. Bereits ab jetzt gibt es Primeln. Sie wurden im September gepflanzt, zu Herbstbeginn folgten Bellis und Stiefmütterchen.

Zu den Aufgaben der Mitarbeiter gehört es, regelmäßig darauf zu achten, wann Pflanzen mittels ausgereifter Verfahren Wasser zugeführt werden muss. Abhängig ist der Wasserbedarf von den Sonnenstunden. „Je mehr die Sonne scheint und je höher die Blatttemperatur ist, desto mehr gibt die Pflanze Feuchtigkeit ab“, sagt der Fachmann. „Im Winter, wenn man weniger gießt, muss man dafür sorgen, dass auch Dünger dabei ist. Im Sommer wenn man regelmäßig gießt, braucht man weniger Dünger“, lautet ein Tipp von Reischl.

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©Richter