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In Wulften sind Hanni und Nanni geboren

Fohlen-Zwillinge In Wulften sind Hanni und Nanni geboren

Gleich doppeltes Mutterglück hat am Mittwoch eine Stute am dem Ponyhof Wulften erlebt. Dort sind Hanni und Nanni geboren – eineiige Zwillingsstuten. „Das ist eine echte Sensation", hält Ponyhof-Besitzerin Barbara Küppers nicht mit ihrer Freude hinterm Berg.

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Quelle: Eckermann

Wulften. In den 20 Jahren, in denen sie den Hof betreibe, habe sie noch keine Zwillingsgeburt erlebt. Und von befreundeten Pferdezüchtern bisher auch nur von zweieiigen Zwillingen gehört, die ebenfalls äußerst selten geboren würden.

„Als das erste Fohlen um 8.15 Uhr zur Welt gekommen war, hatten wir gar nicht damit gerechnet, dass noch ein weiteres hinterherkommt", berichtet Küppers. „Die Stute hatte zwar einen dicken Bauch – aber das heißt bei Pferden ebenso wenig wie beim Menschen." Anders als in anderen Ställen würden im Ponyhof Wulften keine Voruntersuchungen mit Ultraschall gemacht, die einen Hinweis auf das zweite Fohlen im Bauch hätten geben können. „Wir lassen der Natur freien Lauf", begründet Küppers.

Die 55-Jährige, die in dieser Nacht bereits eine Zwillings-Ziegen-Geburt begleitet hatte, konnte es entsprechend kaum glaube, als um 8.45 Uhr das zweite Fohlen auf der Welt war. „Das ging wahnsinnsschnell und problemlos", erklärt sie.

Tierarzt Ingo Nitsch aus Herzberg bestätigt, dass Zwillingsgeburten bei Pferden eine Seltenheit seien, erst recht, wenn es sich um eineiige handelt: „Das ist schon beinahe wie ein Sechser im Lotto", sagt der Veterinär, der in 25 Jahren Pferdepraxis noch keine Mehrlingsgeburt mit positivem Ausgang erlebt hat.

Werde bei Pferden eine Mehrlingsträchtigkeit festgestellt, werde sie üblicherweise unterbrochen, da das Risiko groß sei. Komme es dennoch zur Geburt von Zwillingen, seien die Tiere in den seltensten Fällen überlebensfähig. Hanni und Nanni und Mutterstute Megane gehe es aber blendend. „Die Fohlen sind zügig aufgestanden und haben getrunken", erklärt der Tierarzt. „Als das zweite Fohlen da war, stand das erste schon auf eigenen Beinen", bestätigt Küppers begeistert.

Die Mutter, ein Irish Tinker Horse, habe bereits mehrfach gefohlt. Sie kümmere sich rührend um den Nachwuchs, sagt Küppers.

Hanni und Nanni sollen zunächst auf dem Hof bleiben, „als weitere Attraktion", sagt Küppers. Bisher biete sie neben einem Picknick-Areal einen Streichelzoo an, zudem seien auf ihrem Hof amerikanische Miniatur-Esel zu sehen, Alpakas, Rentiere und Bennett-Wallbabys, also kleine Kängurus.

©Eckermann

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