Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -8 ° wolkig

Navigation:
Indianerfest im Worbiser Bärenpark

Wilde Reiter und Tänze am Lagerfeuer Indianerfest im Worbiser Bärenpark

Indianer haben am Sonnabend die Wiese unterhalb des Worbiser Bärenparkes bevölkert. Anlässlich des jährlich im August stattfindenden Indianerfestes nutzten mehr als 1000 Menschen den Tag zu einem Besuch des Parkes und des aufgebauten Zeltdorfes, um die Kultur und Bräuche der Indianer zu erleben.

Voriger Artikel
Landwirte im Eichsfeld roden noch Frühkartoffeln
Nächster Artikel
Repräsentantin von Rhumspringe beendet Amtszeit

Norbert Felber stellt mit seinen Partnerinnen verschiedene Indianertänze vor.

Worbis. „Anfangs war es Romantik“, erklärt Hartmut Felber aus Hohen Neuendorf nördlich von Berlin seine Liebe zur indianischen Kultur und vor allen den indianischen Tänzen.

„Dann wollte ich wissen, ob das alles stimmt, was in den Büchern über Indianer geschrieben wurde.“ Später habe er Mitstreiter gesucht, die sein Hobby teilten. „Irgendwann trifft man sich mit weiteren Gruppen zu solchen Events“, sagt er. Felber nimmt mit seinem Team seit vielen Jahren am Worbiser Indianerfest teil. Singend und tanzend nehmen sie das Publikum in typischer Indianertracht in eine andere Welt mit. Ihre Kostüme stellen sie selbst her.

„1990 habe ich mit modernen Powwow-Tänzen begonnen“, erinnert sich Felber. „Davor hatte ich mich vor allem auf traditionelle irokesiche Tänze konzentriert.“

Von Beruf Indianer ist Norbert Krug. Er lebt in der Westernstadt Pullman City. „Mein Showname ist Shadow“, erzählt er. In Pullman City sei er verantwortlich für die Bauten und für die Indianer. „Wir wollen authentisch zeigen, wie die Indianer gelebt haben.“ Dazu hat er einen Showtipi mitgebracht. „Darin kann ich den Leuten verschiedene Gegenstände aus dem Leben der Indianer zeigen und ihnen erklären, wie beziehungsweise wofür sie genutzt wurden.“

Dass Indianer gute Reiter waren, bewiesen die „Comanchen“ während einer Stuntshow. Ohne Sattel demonstrierten sie unter anderem ihr Können mit Tomahawk und Pfeil und Bogen. Doch ehe es wild wurde, zeigten die Prärieindianer den Einklang zwischen Mensch und Pferd, das seinem Reiter mit verbundenen Augen blind vertraut.

Den Abschluss des Festes bildete eine Tanzshow nach Einbruch der Dunkelheit. Erneut war es Norbert Felber, der mit zwei Tänzerinnen im Lichterschein am Lagerfeuer tanzte. Unter anderem zeigte er auch einen Aztekentanz. Das Publikum wurde zwischen zwei Darbietungen zum Rundtanz um das Lagerfeuer aufgefordert, ehe am Ende das Feuer gelöscht und die Tipis abgebaut wurden.

Doch im kommenden August werden wieder Indianergesänge und Trommelklänge aus den Wigwams am Worbiser Bärenpark erklingen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Herbstfest in Rhumspringe

©Richter