Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° Regenschauer

Navigation:
Influenza-Erkrankungen in Duderstadt auf dem Vormarsch

Grippewelle rollt an Influenza-Erkrankungen in Duderstadt auf dem Vormarsch

„Insgesamt nehmen die Grippefälle zu“, sagt Godehard Kirscht, Allgemeinmediziner aus Duderstadt. Er könne zwar noch keine Besonderheit an den aktuellen Krankheitserregern erkennen, dennoch seien die Influenza-Viren hochinfektiös.

Voriger Artikel
Fotoausstellung von Hermann Martini in Duderstadt
Nächster Artikel
Drei Paare heiraten am Valentinstag in Duderstadt

Aufklärung zur Grippezeit ist wichtig: Apotheker Rüdiger Stetskamp im Beratungsgespräch mit Heinz-Dieter Winter.

Quelle: Richter

Duderstadt. Das grundlegende Problem sei, dass die Erreger fliegend infektiv seien. Sobald das Virus also über die Schleimhäute im Augen-, Nasen- und Mundbereich in den Organismus gelangen, ist der erste Schritt zum Ausbruch der Grippe getan. Große Menschenmengen, zum Beispiel beim Einkauf im Supermarkt, sollten demzufolge gemieden werden.

„Nur ungefähr fünf bis zehn Prozent der Patienten, die mit grippe-ähnlichen Symptomen zum Arzt kommen, haben auch wirklich eine Grippe“, sagt Kirscht. Der Rest habe zumeist eine einfache Erkältung. Beide Erkrankungen zu verwechseln, ist gefährlich, da sie unterschiedliche Behandlungsweisen nach sich ziehen. „Eine Grippe mit Antibiotikum zu behandeln bringt nichts“, so der Mediziner. Antibiotika seien für die Behandlung von bakteriellen Erkrankungen geeignet, nicht aber für virale.

„Die Schwierigkeit der Influenza-Behandlung ist auf die genetische Variabilität der Viren zurückzuführen“, sagt Judith Rahrig, Leiterin des Gesundheitsamtes des Landkreises Eichsfeld. Jede Saison kämen neue Mutationen der Viren in Umlauf, was die Behandlung deutlich erschwere.

Präventiv vorgehen

Zumeist sei eine symptomatische Versorgung angebracht, also das Lindern von Kopf- und Gliederschmerzen oder das Eindämmen von Husten. Das Beste sei es jedoch, präventiv vorzugehen, das heißt, darauf zu achten, dass keine Ansteckung erfolge. Dazu gehört laut Rahrig häufiges und gründliches Händewaschen, gesunde Ernährung, Sport und auch regelmäßiges Lüften der Wohnung um eine „Keimverdünnung“ zu erzeugen. Auch rechtzeitiges Impfen könne den Körper stärken.

„Wir legen Wert darauf, das Gesamtimmunsystem unserer Kunden zu stärken“, sagt Rüdiger Stetskamp, Inhaber der Löwen-Apotheke in Duderstadt. Eine medikamentöse Behandlung, wenn der Organismus bereits infiziert sei, sei schwieriger. Er persönlich halte auch nichts von Medikamenten, die den Patienten „umhauen“. „Die sorgen zwar dafür, dass der Betroffene schläft, dieser Schlaf ist jedoch nicht erholsam“, sagt der Apotheker. Leider gebe es kein Mittel, das eine Ansteckung zu 100 Prozent ausschließe.

Von Kay Weseloh

Mehr Informationen zum Thema Grippewelle gibt das Robert-Koch-Institut unter influenza.rki.de
 
„H3N2“-Virus in der Saison 2014/15
  • 3. Kalenderwoche: 132 Verdachtsfälle, davon 86 positiv
  • 4. Kalenderwoche: 187 Verdachtsfälle, davon 127 positiv
  • 5. Kalenderwoche (jetzt): Bisher 223 eingesandte Verdachtsfälle, davon 167 positiv, also eine relativ deutliche Zunahme der Verdachts- und der bestätigten Fälle.
Voriger Artikel
Nächster Artikel
Apfel- und Birnenmarkt in Duderstadt

©Richter