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Infoabend zur Dorferneuerung aus dem Ilzer Land

Alle Fördermöglichkeiten nutzen Infoabend zur Dorferneuerung aus dem Ilzer Land

Als „Dorfregion Duderstadt“ nehmen Breitenberg, Gerblingerode, Hilkerode, Immingerode, Tiftlingerode und Westerode am Dorferneuerungsprogramm teil. Während einer Infoveranstaltung im Duderstädter Rathaus hat der Perlesreuter Bürgermeister Manfred Eibl (CFWB) über Erfahrungen aus seiner Region berichtet.

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Gesprächsrunde zur Dorfentwicklung (von links): Wolfgang Nolte, Torsten Knüdel, Manfred Eibl, Hajo Brudniok und Andreas Ochmann.

Quelle: RF

Duderstadt. Es war ein Abend, an dem Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) nur neidisch werden konnte, wenn er seinem Amtskollegen aus dem Bayerischen Wald zuhörte.

 „Ich hätte auch gern eine solch umfassende Kinderbetreuung wie mein Kollege, aber in Bayern bestehen ganz andere Fördermöglichkeiten seitens des Landes“, bezieht sich Nolte auf einen von vielen Punkten, in denen Eibl darauf hinwies, wie wichtig es sei, immer alle Fördermöglichkeiten zu nutzen. „Auf kommunaler Ebene sind bei uns die Kosten explodiert“, so Nolte, „aber die Förderung vom Land ist auf dem Stand der 1990er-Jahre stehen geblieben.“

In Perlesreut, das sich 2005 mit acht weiteren Kommunen zu einer landkreisübergreifenden Kommunalallianz Ilzer Land zusammengeschlossen hatte, wird die Kinderbetreuung mit 40 Prozent vom Land bezuschusst, weitere 20 Prozent werden durch die Elternbeiträge abgedeckt. „Dadurch sind wir in der Lage, die Kinderbetreuung an 360 Tagen im Jahr von 7 bis 20 Uhr sicherzustellen.“

„Im Ilzer Land, dem mittlerweile zwölf Kommunen mit Größen zwischen 900 bis 10 000 Einwohnern angehören, haben wir aufgehört, nur bis zum eigenen Kirchturm zu denken“, erklärt Eibl und verweist darauf, dass auch enge Kooperationen mit den Nachbarn auf tschechischer Seite bestehen.

 „Es ist wichtig, Strategien zu entwickeln, ehe Probleme auftreten“, beschreibt Eibl die Vorgehensweise, die dazu geführt habe, dass  sich das Ilzer Land positiv entwickelt habe: „Wir haben von 2008 bis 2014 einen Bevölkerungsverlust von nur 0,1 Prozent und eine Arbeitslosenquote von 2,6 Prozent. Darüber hinaus sind wir erster Ansprechpartner der Region für Existenzgründer.“

Immer wieder betonte Eibl die Bedeutung von Förderungen: „Die Teilnahme am Dorferneuerungsprogramm ist auf jeden Fall ein wichtiger Schritt.“ Andreas Ochmann, Sachbearbeiter für Dorferneuerung im Landkreis Göttingen, beantwortete Fragen zu den Fördermöglichkeiten dieses Programmes.

In diesem Rahmen des Programms erläuterte Gebäudeenergieberater Torsten Knüdel die Möglichkeit ganzheitlicher Energieberatungen über die Energieagentur Region Göttingen.

 Von Rüdiger Franke

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