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„Querschnitt“ durch Kunstformen und Künstlerjahre

Inge Asmus im Heimatmuseum „Querschnitt“ durch Kunstformen und Künstlerjahre

Einen Querschnitt durch die Jahrzehnte ihres Schaffens, aber auch einen, der die Lebens- und Gefühlslagen der Künstlerin dokumentiert, zeigt Inge Asmus im Heimatmuseum. Freunde, Familie, Wegbegleiter und Kunstinteressierte kamen am Freitagabend zusammen, um die erste eigene Schau der Duderstädterin zu feiern.

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Quelle: NR

Duderstadt. Mit Zitaten über die Kunst wurden die Gäste in den Räumen der Sonderausstellung begrüßt. Davor eine Skulptur, die den Titel „Nachdenklich“ trägt: Ein tönerner Kopf stützt sich auf die Hand, die so klein scheint, als könne sie die vielen Gedanken hinter den verschlossenen Augen kaum tragen.

Auch im Kopf der Künstlerin scheinen die Ideen nur so zu sprudeln, davon zeugte der „Schnelldurchlauf durch den Querschnitt“, den Asmus den Besuchern in ihrer Eröffnungsrede bot. Ende der 1980er-Jahre habe sie begonnen, Waldorfpuppen zu schaffen, später dann seien Teddys, „am liebsten klassische“, hinzugekommen. Weit über 300 habe sie hergestellt, erklärte Asmus und erntete staunende Blicke. Die Farbe sei in ersten Versuchen mit Aquarell auf Seide ins Spiel gekommen, später habe sie dann auf Papier gemalt. Über Christiane Mosler und den Kunstverein Kontura habe sie die Arbeit in Acryl kennengelernt - und ihr Motiv: Darstellungen des Waldes. „Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt“, zitierte sie von einer Karte, die sie vor der Eröffnung der Ausstellung erhalten habe, die auch Töpferarbeiten und Specksteinskulpturen zeigt.

Durch Jahres- und Tageszeiten, naheliegende Regionen und ferne Welten wandern die Themen der Kunst, die Asmus zeigt - und von der sich Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) als Eröffnungsredner beeindruckt zeigte. Realistische Darstellungen wechseln sich mit abstrakten Figuren ab, leichte und fröhliche mit Dunkeln und ernsten Motiven.

Mit dem Duderstädter Heimatmuseum habe die Künstlerin dafür einen „intimen Rahmen“ gewählt, mit dem Zeitpunkt der Ausstellung einen Bezug zum 30. Geburtstag des Heimatmuseums. Insofern passte es ins Bild, dass nicht nur Vertreter aus Politik, Gesellschaft und Kunst die Eröffnung begleiteten, sondern auch die Familie. Simon und Philip Asmus, die Enkelsöhne der Künstlerin, begleiteten die Vernissage mit Saxophon- und E-Piano-Spiel. ne

„Querschnitt“ ist bis Sonntag, 6. November, im Heimatmuseum, Bei der Oberkirche 3, zu sehen. Geöffnet ist freitags bis sonntags von 11 bis 16 Uhr.

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©Richter