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Mitfahrgelegenheit nach Duderstadt?

Initiative 2030: Mingeröder diskutieren über neue Ideen und Projekte Mitfahrgelegenheit nach Duderstadt?

Bei der nächsten Sitzung zum Projekt Mingerode 2030 soll es unter anderem um die Organisation von Mitfahrgelegenheiten von Mingerode nach Duderstadt gehen. Eine Bank und ein Schild – das könnte bereits ausreichen, um den Alltag vieler Dorfbewohner in Mingerode flexibler, preiswerter und nachhaltiger zu gestalten.

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Mingerode von oben

Quelle: Meder

Mingerode. Die Idee dabei ist, Mitfahrgelegenheiten nach Duderstadt zu realisieren, so, wie es auch schon in Orten wie Gerblingerode der Fall ist. Von Mingerode fahren die Busse derzeit etwa ein Mal pro Stunde. Für viele Dorfbewohner zu selten, besonders dann, wenn nicht auf ein eigenes Auto ausgewichen werden kann. Deshalb die Idee: Ein Schild an einer Sitzbank soll vorbeifahrende Autofahrer darauf aufmerksam machen, dass hier jemand mitgenommen werden möchte. „Wir versuchen, kleine kreative Sachen zu entwickeln, die die Leute mobiler machen“ erklärt Hans Georg Schwedhelm, Ortsratmitglied, und Mitglied des Mingerode-2030-Teams. Zudem sei eine Mitfahrgelegenheit preiswerter, da das Busgeld gespart würde. Sich ein Auto zu teilen, spare außerdem Energie, so Schwedhelm. Um Projekte wie diese soll es bei der nächsten Sitzung zum Projekt Mingerode 2030 am Freitag, 1. September, um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Ratskeller, Mingerode, gehen.

Mingerode 2030 ist eine 2015 ins Leben gerufenen Dorfentwicklungsinitiative. „Damals haben wir uns gefragt: Wie soll unser Ort in 15 Jahren aussehen und wie können wir die Dorfgemeinschaft verändern und verbessern?“, erzählt Schwedhelm. Drei bis vier Mal im Jahr treffen sich die Dorfbewohner zu einer offenen Runde, um über neue Ideen und Projekte zu diskutieren und zu organisieren. Auf diese Weise soll der Ort lebendig und attraktiv bleiben. So wurde vergangenes Jahr in Mingerode das Stück „2030-Odyssee im Leerraum“ von Schauspielern des Jungen Theaters Göttingen aufgeführt. Thema des Stücks war der Strukturwandel im ländlichen Raum – wie für die meisten Dörfer in Deutschland auch für Mingerode ein aktuelles Thema. In den kommenden Monaten ist eine erneute Zusammenarbeit mit dem Jungen Theater Göttingen und auch der Musikschule des Lankreises Göttingen geplant. Ein konkretes Programm gibt es aber noch nicht.

Wie jedes Jahr biegen sich im Spätsommer die Bäume unter der Last ihrer Früchte. So soll Ende September zum wiederholten Mal in Mingerode das Obstbaumfest veranstaltet werden. Der Ort ist reich an Apfel-, Birnen-, Zwetschgen- und Kirschbäumen. „Trotzdem gehen die Leute los und kaufen Äpfel aus Neuseeland, und parallel vergammeln die Äpfel auf dem Baum direkt vor ihrem Haus“ kritisiert Schwedhelm. „Dehalb treffen wir uns zum gemeinsamen Ernten und Saftpressen.“ Der Frost im Frühjahr sei allerdings dafür verantwortlich, dass der Ertrag in diesem Jahr wohl eher gering ausfallen werde.

Auch die Planung des Lindenallee-Festes und des gemeinsamen Eintopf-Essens stehen am 1. September auf dem Programm der Sitzung. Es gibt viel zu diskutieren und organisieren, im Mittelpunkt soll aber immer die Gemeinschaft, das Kennenlernen und der Beitrag zu einer guten Dorfzukunft stehen. 

Von Katrin Strassen

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