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Inklusiver Campus bündelt Personal und Räume

St. Raphael, St. Klaus und St. Hildegard ziehen um Inklusiver Campus bündelt Personal und Räume

Ein Jahr lang wurden hinter den Kulissen von verschiedenen Akteuren daran gestrickt, am Freitag die Pläne für den Inklusiven Campus erstmals öffentlich vorgestellt. Das Konzept stieß bei der gemeinsamen Sitzung von Stadt- und Kreisschulausschuss im Rathaus auf breite Zustimmung, warf aber noch viele Fragen auf.

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Duderstadt, aus der Luft betrachtet.

Quelle: Archiv

Duderstadt. Kernpunkte des ehrgeizigen Modellvorhabens, mit dem Neuland in der Bildungspolitik betreten würde, sind ein Familienzentrum und ein Fachkräftepool, die Bündelung von Personal, Angeboten und Räumen zur Umsetzung der Inklusion. Ausgangspunkte waren die weitgehend auslaufende Pestalozzi-Förderschule, der Sanierungsbedarf im Kindergarten St. Klaus und die durch den Bau der Umgehungsstraße verschärfte Situation der heilpädagogischen Tagesstätte St. Raphael. Damit sind als Träger Stadt, Landkreis, Kirche und Caritas in das Projekt involviert.

Am Neutor sollen unter dem Dach der Pestalozzischule der Sonderkindergarten St. Raphael, der Regelkindergarten St. Klaus, zwei Krippengruppen, der Sprachheilkindergarten St. Hildegard, die Pestalozzi-Sprachheilklassen und Beratungsangebote ein Domizil finden, an der St.-Ursula-Schule der Bereich Geistige Entwicklung der Tagesstätte St. Raphael. St.-Raphael-Leiterin Marie-Theres Waning-Ernst und Pestalozzi-Leiter Martin Struck führten im Rathaus die pädagogischen Aspekte des Inklusionsprojektes aus, Architekt Thomas Naumann stellte das Raumnutzungskonzept vor. Danach ist weitgehend barrierefreies Bauen im Bestand möglich. Rund 600 Quadratmeter zusätzlich benötigter Nutzfläche sollen durch zwei Anbauten an die Pestalozzischule geschaffen werden, dafür auch das benachbarte Gelände der Ursulinen genutzt werden. Die Investitionskosten schätzt Naumann auf rund 2,9 Millionen Euro an der Pestalozzi-Schule und noch einmal knapp 1,5 Millionen Euro an der St.-Ursula-Schule - inklusive Einbau von Aufzügen.

Struck betonte, dass Vorschule, Familienzentrum, Schule und beruflicher Übergang zusammengeführt würden und sprach von einer Umstellung der personenbezogenen auf eine systembezogene pädagogische Versorgung. Landrat Bernhard Reuter (SPD) ist ebenso wie Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) überzeugt von dem „Leuchtturmprojekt“, das ab Juni in den Fraktionen und politischen Gremien beraten werden soll. Für den hochkomplexen Prozess mit vielen Beteiligten und Herausforderungen benötige man Zeit und viel Geld, sagte Reuter. Projekt-Koordinator Ralf Regenhardt nannte als Vorteil die Konzentration verschiedener Schulen und Einrichtungen in unmittelbarer Nachbarschaft. Weitere Partner sollen an Bord geholt werden, Fragen kreisten um Finanzierung, Einbezug der Astrid-Lindgren-Schule und die Ortsteil-Grundschulen.

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©Richter