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Projekt kann realisiert werden

Inklusiver Campus Projekt kann realisiert werden

Damit das Raumkonzept für den Inklusiven Campus in der Duder­städter Pestalozzischule umgesetzt werden kann, ziehen bis zu drei Sprachheilklassen in die St.-Elisabeth-Schule. Das Projekt kann nach Angaben von Caritas-Vorstandssprecher Ralf Regenhardt wie geplant realisiert werden.

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Bis zu drei Sprachheilklassen ziehen ab kommenden Schuljahr in die St.-Elisabeth-Schule.

Quelle: Foto: Thiele

Duderstadt. Damit das Raumkonzept für den Inklusiven Campus in der Duderstädter Pestalozzischule umgesetzt werden kann, werden ab dem Schuljahr 2018/19 bis zu drei Sprachheilklassen in die St.-Elisabeth-Schule umziehen. Dabei können die Schüler jetzt auch Räume im Erdgeschoss beziehen.

„Mittlerweile hat die Pestalozzischule drei Sprachheilklassen eingerichtet“, erklärte Fachbereichsleiterin Bettina Steinmetz im Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport im Rat der Stadt Duderstadt. „Wir sind ursprünglich von zwei Klassen ausgegangen. Es kann aber über einen längeren Zeitraum bei drei Klassen bleiben.“ Allerdings habe man entgegen der ursprünglichen Beschlusslage die Möglichkeit, Räume im Erdgeschoss zu nutzen.

Räume im Erdgeschoss

„Ich begrüße es, dass jetzt Räume im Erdgeschoss bereitgestellt werden können“, erklärte Ausschussmitglied Doris Glahn (SPD). Lothar Dinges (Freie Wähler) pflichtete ihr bei: „Es ist schon ein Unterschied, ob man im Erdgeschoss oder im Dachgeschoss untergebracht wird.“ Im Dachgeschoss könne bei den Schülern schnell der Eindruck entstehen, dass sie abgeschoben würden. Der stellvertretenden Ausschussvorsitzende Manfred Görth (CDU) betonte, dass die Entfernung zur Förderschule jetzt keine Rolle mehr spiele. „Hier wird eine neue Heimat gefunden“, sagte er. “Wir müssen uns dem neuen Modell öffnen.“

Ralf Regenhardt, Vorstandssprecher der die Trägerschaft des Inklusiven Campus übernehmenden Caritas Südniedersachsen, erklärte, dass das 2015 ins Leben gerufene Projekt eine Vorlaufzeit von zweieinhalb bis drei Jahren habe, bevor es in die Realisierung gehe. Dabei habe es anfangs noch viel größere Dimensionen gehabt. Jetzt sei geplant, 154 Plätze in der Pestalozzischule einzurichten. Diese seien aufgeteilt in 100 Kindergartenplätze, 30 Krippenplätze und 24 heilpädagogische Plätze. „Unser Ziel ist, Inklusion und Begegnung zu ermöglichen“, sagte Regenhardt. Dabei werde es durch das zusätzlich geplante Familienzentrum noch mehr Möglichkeiten geben.

Kosten und Fördermöglichkeiten

„Das Gesamtvorhaben wird 4,4 Millionen Euro einschließlich des Grunderwerbs kosten“, berichtete Regenhardt. Dabei gebe es allerdings verschiedene Fördermöglichkeiten. So habe der Landkreis Göttingen eine Kostenförderung von 260000 Euro in Aussicht gestellt. 360000 Euro seien über Ratsmittel für unter Dreijährige und frühkindliche Bereiche möglich. 110000 Euro könne es über die Aktion Mensch geben. Aus dem Topf für Zuwendungen zur integrierten ländlichen Entwicklung (ZILE) könnten 500000 Euro für die Basisdienstleistungen und Beförderung gezahlt werden. Die Eigenmittel der Caritas und von der Kirchengemeinde St. Cyriakus würden sich auf 900000 Euro belaufen und vom Bistum 250000 Euro kommen. Auf diese Weise würden fast 2,4 Millionen Euro an Geldern akquiriert, sodass noch 1,9 Millionen Euro zu finanzieren wären. „Damit können wir den Inklusiven Campus wie geplant in der Pestalozzischule umsetzen“, so Regenhardt.

Von Rüdiger Franke

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