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Integrationsprojekt Café Grenzenlos feiert 10-jähriges Bestehen

Interkulturelle Freundschaft Integrationsprojekt Café Grenzenlos feiert 10-jähriges Bestehen

Irgendwie haben sie  damals schon mit dem Café Grenzenlos Integration betrieben, ohne dass sie es unbedingt darauf abgesehen hatten, Integration zu betreiben. „Wir wollten einfach den Frauen helfen“, sagt Evelyn Stellhorn, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Duderstadt.

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Quelle: Screenshot

Duderstadt. Und schon am Sonnabend, 21. Februar, feiert das bereits überregional ausgezeichnete Integrationsprojekt um 17 Uhr seinen zehnten Geburtstag im Bürgersaals des Duderstädter Rathauses.

Das friedliche Miteinander der Kulturen als Prävention gegen Einsamkeit, Ausgrenzung und Gewalt stand 2005 bei der Eröffnung der Institution im Mittelpunkt. Zum Ansatz gehörten das zwischenmenschliche und interkulturelle Miteinander von Frauen aus der ganzen Welt und jeglichen Alters. Seit über zehn Jahren bringt das Duderstädter Integrationsprojekt nun verschiedene Bevölkerungsgruppen zusammen und unterstützt Frauen und Mädchen bei der Vermittlung des in Deutschland üblichen Frauenbildes.

Mehrere „Einzelkämpferinnen“ schlossen sich 2005 zusammen, erzählt Stellhorn. Mitarbeiterinnen aus Landkreis und Stadt aber auch Frauen aus Vereinen, Kirche und anderen Einrichtungen. Selbst Ehrenamtliche aus unterschiedlichsten Ländern halfen bei der Umsetzung des Projekts. Schon damals veranstaltete das Café Grenzenlos ein Frühstück.

Heute treffen sich die Frauen an jedem dritten Dienstag im Monat um 10 Uhr im Kinder- und Jugendtreff „Jufi“, Schützenring 6. Am internationalen Frauentag am Sonntag, 8. März, veranstaltet das Café Grenzenlos sogar um 10 Uhr ein großes Frauenfrühstück im Duderstädter Rathaus mit einer Lesung von Autorin Roswita Iasevoli unter dem Titel „Bella Donna“.

„Ein einmaliges Erlebnis"

Neben dem Frühstück gab es in den Jahren natürlich noch viele weitere Veranstaltungen, wie Sportgruppen, Fortbildungskurse, Reisen oder der Besuch von anderen Integrationsprojekten. Mit denen stehe man nämlich in Kontakt, sagt Stellhorn. Darunter zum Beispiel das Nachbarschaftszentrum Grone in Göttingen.

„Ein einmaliges Erlebnis war ganz sicher die Ehrung“, meint Stellhorn. Sie nimmt Bezug auf den bundesweiten Wettbewerb „Teilhabe und Integration von Migranten und Migrantinnen durch bürgerschaftliches Engagement“ der Stiftung Bürger für Bürger im Jahr 2009, bei dem es insgesamt 179 Bewerbungen gab. Als Landessieger für Niedersachsen machte Café Grenzenlos über die Region hinaus auf sich aufmerksam. „Das Duderstädter Modell kann bundesweit Schule machen!“, gratulierte Bürgermeister Wolfgang Nolte damals.

Aber eigentlich sei jedes einzelne Frühstück des Cafés „schon ein Highlight für sich“, sagt Stellhorn. Dabei zähle nicht nur der bloße Kontakt und Austausch zwischen den Frauen, sondern daraus „haben sich richtige Freundschaften entwickelt“, sagt die Gleichstellungsbeauftragte.

Weitere Infos im Netz unter cafe-grenzenlos-duderstadt.de
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©Richter