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Integratives Erzähltheater für Kinder in Duderstadt

Premiere für die „Farbenschlange“ Integratives Erzähltheater für Kinder in Duderstadt

„Bitte Mama, lass mich gehen! Ich will die Welt kennen lernen und Freunde finden“, sagt das goldgelbe Schlangenkind. Was ihm dabei widerfährt, konnten 108 Erst- und Zweitklässler der St.-Elisabeth-Schule bei der Premiere der „Farbenschlange“ miterleben. Das „integrative Erzähltheater“ basiert auf dem gleichnamigen Buch der Duderstädter Autorin Barbara Merten.

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Klänge, Bilder, Sprachen: Erzähltheater in St.-Elisabeth-Schule.

Duderstadt. Gemeinsam mit der Projektleiterin der Schülerlesetage Göttingen, Cornelie Hildebrandt, brachte sie den Kindern die Geschichte in verteilten Rollen und mit beleuchteten Bildern nah – angelehnt an das japanische Erzähltheater „Kamishibai“.

Während ihre braune Mutter am Wurzelrand ihres Baumes verharrt, macht sich die kleine Schlange weltoffen, mutig und neugierig auf den Weg und lernt die verschiedensten Tiere kennen. Mit jeder Begegnung verändert sich die kleine Schlange, nimmt die Farben der fremden Tiere auf und wird von Tag zu Tag bunter. Kunterbunt und reich an Erfahrung kehrt sie zu ihrer staunenden Mutter zurück.

Auf klanglicher, darstellerischer und sprachlicher Ebene werden die Kinder in das Geschehen einbezogen. Jede neue Farbe wird mit Klangbausteinen wie dem Zwitschern eines Rotkehlchens eingeführt. Ausgestattet mit farbigen Tüchern  können die Kinder als Nachspiel in einer Mitmachaktion die Farben in anderen Sprachen kennenlernen. Dabei finden die an der jeweiligen Schule vertretenen Schüler mit ausländischen Wurzeln Berücksichtigung. „Das bedeutet für diese Kinder eine Wertschätzung und ist zugleich für die deutschen Kinder eine bereichernde Erfahrung“, sagt Merten. An der katholischen St.-Ursula-Schule heißt das: Farbenlehre auf griechisch, russisch, portugiesisch, vietnamesisch und englisch.
Als Mutter einer Erstklässlerin verleiht darüber hinaus Sophia Botaktis der kleinen Schlange ihre griechische Muttersprache. Hellhörig lauschen die Kinder und verfolgen den griechischen Text mit Hilfe der Bilder. Zum Abschluss mischen sich Zugaberufe in den donnernden Applaus, bevor sich die Kinder wieder in ihre Klassen zurückziehen und Lesezeichen mit der kleinen Schlange basteln.

Weitere Aufführungen in Kooperation mit der Familienbildungsstätte Untereichsfeld und der Integrationsbeauftragten der Stadt Duderstadt an Schulen und Kindergärten sind bereits vereinbart. Einrichtungen, die Interesse haben, können sich unter Telefon 05527/5917 oder E-Mail BarbaraMerten@gmx.net bei Merten melden.

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