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Internationale Stipendiaten erkunden Natur im Eichsfeld

Goldene Felder und viele Hügel Internationale Stipendiaten erkunden Natur im Eichsfeld

Stipendiaten aus vielen Teilen der Welt sind ins Kolping Ferienparadies gekommen, um ihre Deutschkenntnisse zu vertiefen und regionale Besonderheiten kennen zu lernen. 15 der 59 Jugendlichen erkunden in einem Projekt die Eichsfelder Natur.

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Sammeln Äpfel mit Naturpädagogin Désirée Mühe (Mitte): Mirjana Blazevic, Nastja Ershova, Nora Guan und Norah Kinya (v.l.)

Quelle: Richter

Gerblingerode. „Wir haben mit dem Team einen Waldspaziergang gemacht und gesehen, dass Natur ein Thema ist, zu dem man hier viel machen kann“, so Lyra Skusa, die den vom Goethe-Institut ausgerichteten Paschkurs leitet.

Pasch steht für das Projekt „Schulen: Partner der Zukunft“, das bei ausländischen Jugendlichen Begeisterung für die deutsche Sprache und Kultur wecken will.  „Den Stipendiaten fällt auf, dass es hier sehr grün und ruhig ist“, sagte Skusa. Erstaunt hätten sie das Zirpen der Grillen vernommen oder Wildwechsel beobachtet.

„Wenn man so eine Natur hat, dann muss man auch etwas damit machen“, ergänzte Naturpädagogin Désirée Mühe, der neben dem „Gold“ der Weizenfelder die hügelige und bewaldete Landschaft gefällt.

Biologie ist das Wunschfach von Nastja Ershova. „Sehr interessant“ sei ein Besuch beim Imker in Gerblingerode gewesen. „In Moskau haben wir nicht so viele Bäume und Pflanzen“, verglich die 16-Jährige ihre Heimatstadt mit dem Eichsfeld. Ihr Interesse an der deutschen Sprache hat einen musikalischen Hintergrund. „Meine Lieblingsband Tokio Hotel hat mich dazu gebracht, Deutsch zu lernen.“

„Ich bin nicht gerne in geschlossenen Räumen“, beschrieb Mirjana Blazevic, wo ihr Naturinteresse herrührt. Große Freude bereitet es der 15-jährigen Kroatin, aus Naturerzeugnissen leckere Speisen entstehen zu lassen. „Wir haben Äpfel gepflückt und Apfelmus daraus gemacht“, nannte sie ein Beispiel. Das Grün hier ist schöner als in Malaysia“, berichtete Noah Guan.

Noch etwas ist der 15-Jährigen aufgefallen: der Baustil der Gebäude. „Solche Holzhäuser findet man bei uns nicht.“ Norah Kinya aus Kenia hat ebenfalls einen Unterschied im Vergleich zu ihrem Heimatland bemerkt. „Es gibt hier andere Tiere.“

„Wir freuen uns, wenn wir internationale Gäste haben“, sagte Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) beim Empfang im Rathaus. Ein Kompliment zollte er dem Goethe-Institut dafür, dass es 2015 mit zwei Kursen nach Duderstadt gekommen sei.

Von Axel Artmann

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