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Internet: SchülerVZ ist Poesie-Album von heute

Medienkompetenz und Web 2.0 Internet: SchülerVZ ist Poesie-Album von heute

Eltern, Lehrer und Erzieher müssen mit Jugendlichen mithalten, wenn es um Medienkompetenz geht. Das hat der Medienpädagoge Frank Röhrer deutlich gemacht. Er hat in der Bildungsstätte des Grenzlandmuseums Eichsfeld mit Erwachsenen und Schülern gesprochen.

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Richtig oder falsch? Beim Surfen im Internet ist Medienkompetenz notwendig, um Inhalte bewerten zu können.

Quelle: Pförtner

Nach der rasanten Entwicklung des Internets in den vergangenen Jahren fällt es Erwachsenen oft schwer, mit den vielfältigen Neuerungen Schritt zu halten. Die Folge: Kinder und Jugendliche werden mit problematischen Medieninhalten wie Gewalt alleine gelassen. 

„Was man für den richtigen Umgang braucht ist Medienkompetenz“, so Röhrer, der beim Landesfilmdienst Thüringen arbeitet und bei der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) in Wiesbaden für Altersfreigaben von Filmen zuständig ist. Zur Medienkompetenz gehöre nicht nur der Umgang mit der Technik. Vielmehr sei von Bedeutung, wie jeder Einzelne bestimmte Inhalte persönlich verarbeite. 

Auch die richtige Auswahl aus dem riesigen Medienangebot ist laut Röhrer nicht einfach. Er verweist darauf, dass es anders als früher unzählige von Radio- und Fernsehsendern gebe, von Inhalten des Internets ganz zu schweigen. Warum Inhalte öffentlich gemacht werden und wer daran ein Interesse hat – diese Fragen müssten mit der eigenen Urteilskompetenz kritisch überprüft werden. 

Mobbing im Internet

Mit Hinblick auf das Web 2.0 sagte Röhrer: „Wir sind nicht mehr nur Empfänger, heute sind wir auch Sender.“ Daher sei Gestaltungskompetenz vonnöten, um zu wissen, wie man Inhalte verantwortungsvoll verbreite. „Was einmal im Netz ist bleibt für alle Zeiten drin“, warnte der Medienexperte vor unüberlegtem Handeln – beispielsweise beim Einstellen von kompromittierenden Fotos auf Seiten wie SchülerVZ. Diese Plattform biete jedoch – wie früher Poesie-Alben – eine Möglichkeit für Schüler, ihre Persönlichkeit darzustellen. Zu jeder Zeit gelte es dabei das Urheberrecht bei der Verwendung fremder Inhalte zu beachten. 

Mit dem Kurzfilm „Let’s Fight It Together“ (zu finden unter www.klicksafe.de) machte Röhrer auf das Problem des Cyberbullyings (Mobbing im Internet) aufmerksam. 

Von Björn Dinges

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