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Interview mit Arne Behre nach 100 Tagen im Amt

Grenze im Kopf beinahe gesprengt Interview mit Arne Behre nach 100 Tagen im Amt

Die im vergangenen Jahr gewählten Bürgermeister sind seit 100 Tagen im Amt. Das Tageblatt hat sie nach ihren ersten Eindrücken befragt. Arne Behre (SPD) ist Samtgemeindebürgermeister der Samtgemeinde Radolfshausen. Der 43-Jährige war zuvor ehrenamtlicher Bürgermeister der Mitgliedsgemeinde Ebergötzen.

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Arne Behre (SPD) ist Samtgemeindebürgermeister der Samtgemeinde Radolfshausen.

Quelle: Hinzmann

Sind Sie schon richtig ­angekommen im neuen Job?
Auf jeden Fall, ich bin mittendrin. Zu behaupten, alles sei im Lot und man kenne alles, wäre aber übertrieben. Als früherer Gemeindebürgermeister von Ebergötzen war ich bereits mit vielen Fragen befasst. Samtgemeindebürgermeister ist natürlich etwas anderes, keine Frage.

Was hatten sie in der Verwaltung und politischen Arbeit so nicht erwartet?
Das Amt bringt natürlich einiges Neues mit sich. Aufgrund meiner vorherigen Tätigkeit im Samtgemeinderat und in der Gemeinde Ebergötzen kenne ich bereits viele Fragestellungen, sodass eigentlich nichts völlig Überraschendes passiert ist. Im Rahmen meiner bisherigen Tätigkeit konnte ich feststellen, dass einige Entscheidungen, die auf Ebene des Landkreises getroffen werden, auf Gemeindeebene besser getroffen werden könnten, weil man dort viel näher dran ist.

Ein Beispiel dafür ist das geplante Raumordnungsprogramm des Landkreises, hier sollten planungsrechtliche Möglichkeiten der Gemeinden stark beschnitten werden.  Der Entwurf ist ja  jetzt eingestampft worden,  und es soll einen neuen Anlauf geben. Es bleibt zu hoffen, dass bei der Überarbeitung gemeindliche Interessen stärker Berücksichtigung finden.

 Ein Teil der Samtgemeinde Radolfshausen gehört historisch zum Eichsfeld, der andere Teil nicht. Braucht die Samtgemeinde mehr Wir-Gefühl, und wie wollen Sie das erreichen?
Bei einigen wenigen existiert diese vermeintliche Grenze wohl noch im Kopf, aber nach über 40 Jahre Bestehen der Samtgemeinde sind die Orte doch weitestgehend zu einer homogenen Einheit zusammen gewachsen. Insbesondere für die jüngeren Einwohner ist dies ohnehin kein Thema mehr, dies zeigt sich nicht zuletzt in vielen Bereichen des täglichen Miteinanders.

Auf Ebene der Sportvereine gibt es bereits einige Jugendspielgemeinschaften, für dieses Jahr ist ein gemeinsames Musikfest von Vereinen aus Landolfshausen und Seulingen geplant. Die Samtgemeinde veranstaltet bereits seit über 25 Jahren einen gemeinsamen Seniorennachmittag, es besteht eine gemeinsame Nachbarschaftshilfe und ein Kinder- und Jugendbüro.

Bereits an diesen kleinen Beispielen erkennt man, dass die Samtgemeinde für ein Wir-Gefühl auf einem sehr guten Weg ist. Das bedeutet aber nicht, dass man hierbei nicht noch besser werden kann. Als Samtgemeindebürgermeister werde ich daher Initiativen für ein weiteres Zusammenwachsen in allen Bereichen aktiv unterstützen.

Das Interview führte Gerald Kräft

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©Richter