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Ja zum Gieboldehäuser Niedersachsenhof, nein zur Kombilösung

Schwerlastverkehr statt Biergarten Ja zum Gieboldehäuser Niedersachsenhof, nein zur Kombilösung

„Ja, ich stehe nach zum Erhalt des Niedersachsenhofes“, bekräftigt Tobias Borchard, Inhaber des Catering- und Veranstaltungsservices Oppermann seine Absicht, das Hotel mit Restaurant und Festsaal in Gieboldehausen zu kaufen und den Betrieb wieder zum Laufen zu bringen.

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Quelle: Walliser

Gieboldehausen. Allerdings: Nicht so, wie es die im Rat des Fleckens beschlossene Kombilösung vorsieht. „Unter den durch die Part AG genannten Voraussetzungen bin ich gezwungen, nein zu sagen.“

Die Gründe gegen einen Vertragsabschluss liegen Borchard zufolge auf der Hand: Ein Hotelbetrieb, der in der Vergangenheit bereits Probleme mit der Wirtschaftlichkeit gehabt habe, solle nun unter für den Gastronomen verschlechterten Bedingungen neu eröffnet werden. „Eine dunkle Gaststube mit Ausblick auf eine Wand, eine zweispurige Schwerlastzufahrt vor dem Saaleingang“, entstehe, würden die Pläne umgesetzt.

„Fehlende Parkplätze, dafür Abgase und Lärm sowie die Gefahr für spielende Kinder, welche sich bei Betreten der Außenfläche unwillkürlich auf einer Fahrbahn wiederfinden.“ All das seien für den 42-Jährigen Argumente gegen einen Kauf.

Er habe sich auf Ausschreibungen beworben, in denen die Flächen ausgereicht hätten, um einen Biergarten zu betreiben. Außerdem sei in seinen Plänen nicht die Rede davon gewesen, die Garage des Hotels abzureißen. Stattdessen sei nun vorgesehen, einen Einkaufsmarkt in sechs Metern Entfernung zur Gaststube zu errichten. Zudem befinde sich die Zufahrt für den Lieferverkehr direkt vor dem Saaleingang des Niedersachsenhofes. „Frage sich doch einmal ein jeder selbst, ob er die Hochzeit seiner Kinder in solch einem Konstrukt feiern möchte.“

Ein Einlenken der Part AG sehe er nicht. Auch ein Schreiben der Fleckenverwaltung bestätigt: „Eine alternative Anbindung, zum Beispiel durch entsprechende Verkehrswege östlich des Niedersachsenhofes oder durch direkten Zugang zur Bundesstraße 27 scheidet definitiv aus.“

Trotz der vorausgegangenen politischen Diskussionen und der Verluste, die Borchard hingenommen habe, weil er Aufträge für Veranstaltungen ablehnen musste, bleibt der Gastronom dabei: „Der Niedersachsenhof gehört zur Identität Gieboldehausens.“ Er werde sich weiter für einen Kauf engagieren – allerdings unter der Voraussetzung, dass konstruktiv miteinander, nicht gegeneinander gearbeitet werde.

Versuche für Verpachtung und Verkauf

• Nachdem der Vorbesitzer den Betrieb des Niedersachsenhofes eingestellt hatte, versucht die Fleckenverwaltung, das Hotel zu verpachten. Im zweiten Anlauf bewirbt sich erstmals Tobias Borchard und äußert Interesse an einem Kauf.

• Der Rat beschließt den Erhalt des Niedersachsenhofes und eine neuerliche Ausschreibung. Wieder bewirbt sich Borchard.

• Die Kombilösung kommt ins Gespräch: Auf dem Gelände sollen ein Rewe-Markt und ein Hotel betrieben werden. Ein Beschluss wird gefasst, der den Verkauf von Flächen an die Part AG und Tobias Borchard oder einen anderen Käufer festlegt.

• Unter den neuen Voraussetzungen kommt ein Verkauf an Tobias Borchard zunächst nicht zustande.

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