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Jägerschaft stellt Weichen für Kreisfusion

Westerode Jägerschaft stellt Weichen für Kreisfusion

Hegeschau, Streckenbericht, Jagdpolitik, Grußworte, Ehrungen und Formalien: Auch ohne Fachvortrag ist das Programm der Jahreshauptversammlung der Jägerschaft Duderstadt mit ihren mehr als 500 Mitgliedern am Sonnabend in Westerode ebenso üppig wie informativ gewesen.

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Quelle: JV

Westerode. Sorgen bereiten den Jägern weiterhin die Turbulenzen der Politik und des Waffenrechts. Kreisjägermeister Alfred Ballhausen schloss sich der Kritik des DJV-Präsidenten Hartwig Fischer (Deutscher Jagdverband) am Maßnahmenpaket der EU-Kommission zur Terrorismusbekämpfung an. Gesundheitscheck für legale Waffenbesitzer, Befristung der waffenrechtlichen Erlaubnis, Einschränkung des Online-Handels und Verbot bestimmter halbautomatischer Waffen würden gesetzestreue Bürger zu Unrecht treffen. Auch die Bundesjagdgesetz-Novelle mit neuen Vorschriften unter anderem zur Munition setzt den Jägern zu. Auf Landesebene geprüft wird derzeit die Zulassung von Schalldämpfern im Jagdbetrieb.

Um erhöhte Aufmerksamkeit bittet Ballhausen beim Aufbrechen von Schwarzwild. Nach wie vor bestehe die Gefahr des Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest. Mit Eckhrad Wiesenthal hat die Jägerschaft Duderstadt auch einen Wolfsbeauftragten berufen, will sich aus der emotionalen Debatte über die dem Naturschutzrecht unterliegenden Wölfe aber heraushalten. Von Luchsen würden im Harz inzwischen 2500 Rehe jährlich gerissen, berichtete Ballhausen. Die Population dort gelte als gesättigt, das Eichsfeld gehöre zum Streifgebiet.

Hegeschau der Jäger

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Der CDU-Landtagsabgeordnete Lothar Koch freute sich in seinem Grußwort über die zunehmende Zahl an Jägerinnen, Landrat Bernhard Reuter (SPD) hob die Naturschutz-Anstrengungen der Jägerschaft hervor. Die würdigt auch die Volksbank  jährlich mit einem Naturschutzpreis. Vorstand Björn Henkel verlieh den „Jäger-Oscar“ 2016 an Pächter Fritz Nienstedt vom Revier Renshausen für Biotopvernetzung durch Feldgehölze, die Anlage von zwei Teichen und beispielhafte Bejagung des Raubwildes – insbesondere der Waschbären. 

In der Versammlung wurden auch Weichen für die Kreisfuion gestellt: Der Mündener Axel Eichendorff soll den Brochthäuser Alfred Ballhausen als Kreisjägermeister ablösen. Über diesen Vorschlag für den neuen Kreistag sind sich die Jägerschaften der künftig vier Altkreise einig. Ebenso einstimmig bestätigten die Duderstädter Waidgesellen Claus-Wilhelm Deig  (Osterode) als Stellvertreter, als besondere Vertreter Dr. Dieter Hildebrandt (Göttingen) und Guido Schwarze (Duderstadt).

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