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Jagdscheinanwärter im Rattbachtal

Realitätsnahe Bedingungen Jagdscheinanwärter im Rattbachtal

130 Jungjäger aus Duderstadt, Kassel, Eschwege, Witzenhausen, Hann. Münden, Melsungen, Fritzlar und Hofgeismar haben im Ausbildungszentrum der Jägerschaft Münden ihr Wissen vertieft. Die Eichsfelder Teilnehmer zeigten sich beeeindruckt von den realitätsnahen Lernmöglichkeiten,

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Die Jagdscheinanwärter betrachten Gehörne und Gebisse, um die richtigen Antworten aufzuschreiben.

Quelle: r

Duderstadt. „Das Gelände ist optimal“, stellte Katrin Markert fest, die den „guten Praxis-Theorie-Transfer“. würdigte. Die Duderstädterin war eine der Jagdscheinanwärterinnen, die im Rattbachtal das Ausbildungszentrum besuchten. Einmal im Jahr haben Jungjäger, darunter 20 Prozent Frauen, die unmittelbar vor der Prüfung stehen, die Möglichkeit, das eigene praktische und theoretische Wissen zu überprüfen und, wenn nötig, zu ergänzen.

Viele sehen die Teilnahme als Generalprobe. Es gab die drei Pirschpfade (Parcouers) Wildbiologie, Unfallverhütung bei der Jagd, Waffentechnik und Munition mit 38 Stationen, für die zwischen zwei bis drei Stunden Zeit eingeplant waren.

Jungjäger und alte Hasen

„In dieser Größenordnung gibt es so ein Ausbildungszentrum nicht noch einmal“, betonte dessen Leiter Gerhard Ebel, der zugleich Lehrgangsleiter der Jägerschaft Münden ist. Zusammen mit Schießausbilderin Elke Dittmann hat er die Organisation übernommen und einen Tag vorher die einzelnen Pfade bestückt. Weitere Ausbilder der Jägerschaft Münden standen den Jungjägern beratend zur Seite.

Mit Fragebögen gingen die Besucher alle drei Pfade ab. Die Lehrgangsgruppen wurden zeitversetzt eingeplant, so konnten alle Stationen in absoluter Ruhe von den Teilnehmern einzeln angelaufen und die gestellten Aufgaben beantwortet werden. Anhand einer Lösungstafel am Ende jedes Parcours konnten die Jungjäger ihre Antworten prüfen. Aufkommende Fragen wurden anschließend in kleinen Gruppen besprochen und geklärt.

Übersichtlich und naturgetreu

„Das ist alles sehr gut organisiert und gut durchdacht, eine echte Hilfe“, so Teilnehmer Fred Hoch aus Duderstadt. Bettina Mierendorf, ebenfalls aus Duderstadt, zeigt sich beeindruckt, wie übersichtlich und naturgetreu die einzelnen Stationen aufgebaut waren. Ihr gefiel es besonders, dass die Berater der Jägerschaft Münden, wie Dietrich Gräfer, beratend zur Seite standen, ohne die Ergebnisse zu verraten.

Waffenkunde spielt bei der Prüfung eine große Rolle. So wurden auf einem an 24 Stationen alle gebräuchlichen Waffen, Zubehör und Munitionskomponenten dargestellt. Alle Exponate entsprachen den Anforderungen die bei der schriftlichen und praktisch-mündlichen Prüfung gefordert werden.

Trophäen und Präparate

Der Wildbiologie-Parcours war mit zwölf Stationen ausgestattet. Dort befanden sich eine Vielzahl von Trophäen und Präparate verschiedener Wildarten, die in dieser Region vorkommen, Kiefern, Schädeln, Spuren und Losungen. Daran mussten die Betrachter unter anderem das Alter, die Art oder Auffälligkeiten der Tiere festgestellt werden.

Ein Hochsitz bot den Teilnehmern die Möglichkeit, unter realistischen Bedingungen zu beurteilen, ob sie auf im Gelände platzierte Wildsilhouettenscheiben schießen oder nicht.

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©Richter