Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 7 ° Sprühregen

Navigation:
„Drachen“-Drehort Duderstadt

Neues Musikvideo „Drachen“-Drehort Duderstadt

Mit seinem Song „Wasted“ ist Jakob Mecke auch am Montag wieder bei „Dein Song“ im Kika zu sehen. Zeit hat er seit der Ausstrahlung am Donnerstag nicht verschwendet: Am Sonnabend hat der 18-jährige Musiker in der Fußgängerzone Szenen für ein Video zu seiner zweiten EP gedreht.

Voriger Artikel
"Freundeskreis" plant Demo in Bad Lauterberg
Nächster Artikel
Koordinator für Hilfsangebote gesucht

Videodreh mit Tageblatt-Redakteur Kuno Mahnkopf in Duderstadt: Korbinian Regenhardt (an der Kamera) und Jakob Mecke (Mitte).

Quelle: NR

Duderstadt. „Subterranean Homesick Blues“, in dem Bob Dylan Karten mit Worten des kryptischen Textes in die Kamera hält, kennt Mecke nicht. Aber er verwendet in seinen Videos gerne Papier, um die Lyrics zu verdeutlichen. So auch für seinen Song „Drachen“, den er mit Korbinian Regenhardt im Kellerstudio in Gieboldehausen eingespielt hat. Das Lied soll im April auf seiner zweiten EP „Von Oben“ mit deutsch- statt englischsprachigen Popsongs erscheinen und anders als eher melancholische Stücke wie „Kontrollverlust“ oder „Zurück“ Zuversicht ausstrahlen.

Am Sonnabend sind Jakob und Korbinian mit Stativen,  Skript, Kameras und einem einfachen Flugdrachen auf die Straße gegangen, um in Duderstadt weitere Szenen für das Video zu drehen. Das hatten sie in Göttingen schon vergeblich mit Passanten versucht, den Drehort deshalb ins Eichsfeld verlagert und über Facebook eine Handvoll Komparsen rekrutiert. Niklas Pietsch (18), mit dem Jakob Abi gemacht hat, gehört ebenso dazu wie Sabine Milczewski (47), die die jungen Leute zum ersten Mal trifft: „Seid Ihr das mit dem Video?“ Auf einer Liste können die Darsteller notieren, ob sie im Abspann erscheinen wollen. Mit einem Blatt Papier, auf dem „Neue Ufer“ steht, wartet  Milczewski, bis Jakob mit dem Drachen vorübergeht, der ebenfalls mit Begriffen wie Überwindung, Sehnsucht, Freiheit, Mut und Unendlichkeit beschriftet ist. Dann gibt es noch einmal Nahaufnahmen: Jedes „Bamm“ des Backgroundchores soll durch einen geöffneten Mund untermalt werden.

Ob der selbstgebaute Drachen flugtauglich ist, weiß Jakob nicht. Aber anders als die Puhdys will er ihn ja auch nicht steigen lassen. „In dem Song geht es ums Ausbrechen aus eigenen Grenzen, um das Entdecken neuer Welten für sich“, sagt der 18-Jährige, der sich zurzeit auf die Aufnahmeprüfung für Musikhochschulen vorbereitet.

Früher hat Jakob viel gelesen, jetzt konzentriert er sich ganz auf die Musik. Die spielt auch in seiner Familie eine große Rolle: Über der Buchhandlung seines Vaters Christian gibt Mutter Michaela Musikunterricht. Jakob, der seit Weihnachten stets mit schwarzem Hut unterwegs ist, hat mit Freunden schon vor Jahren als Colours of Dawn Straßenmusik gemacht.

Inzwischen hat der Duderstädter, dessen Lieder für sein Alter erstaunlichen Tiefgang und Professionalität haben,  fast 30 Videos bei Youtube eingestellt, für seine eigenen Songs vierstellige Clickzahlen erreicht, mehr als 10.000 Clicks für das Cover „Rhythm inside“, den belgischen Vorjahresbeitrag zum European Song Contest. Ob Jakob beim Kika-Contest „Dein Song“ weiterkommt oder nicht, weiß er zwar schon, darf es aber aus vertragsrechtlichen Gründen nicht verraten.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Feuerwehrübung in Krebeck

©Richter