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Jesus Taufe für Konfirmanden

Nachgestellte Szene am Duderstädter Obertorteich Jesus Taufe für Konfirmanden

Mit Brehmewasser ist am Sonntagmorgen Jesus Christus in Duderstadt getauft worden. Eine Gruppe von Jugendleitern stellte die Szene, die sich einst am Jordan abgespielt haben soll, unterhalb des Oberteichs nach. So machten sie die biblische Erzählung für 125 Konfirmanden aus Westfalen lebendig.

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Die inszenierte Taufe im Obertorteich

Quelle: CR

Duderstadt. Acht Grad Celsius zeigte das Thermometer. Der Himmel war morgens um 9.15 Uhr noch wolkenverhangen. Das hielt Teamerin Katharina Blum nicht davon ab, barfuß über glitschige Steine ins kalte Wasser zu steigen. Mitfühlend stöhnten einige der 14-Jährigen, die sich am Ufer drängten, auf. Im Schlamm stehend hielt Blum, die Johannes den Täufer spielte, den Jugendlichen eine Bußpredigt. Sie geißelte die Unsitte, über Mitschüler schlecht zu reden oder sie auszulachen. Höhnisch fragte sie, ob jemand glaube, mit Markenklamotten Gottes Wohlgefallen finden zu können.

Pfarrer spielt Gottvater

 Die Predigt tat Wirkung. Die Teamer Moritz Witte und Malte Linnenbrink wollten sich von ihren Sünden reinigen und sich taufen lassen. Johannes besprengte sie drei Mal mit Wasser. Dann erschien eine weiß gekleidete Gestalt am Ufer. Jesus, gespielt von Manuela Gerlach, bat ebenfalls um die Taufe. Johannes willigte widerstrebend ein. Nach dem Besprengen mit Wasser ertönte oben vom Wall laut die Stimme von Gottvater: „Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.“ Irritiert schauten die Konfirmanden hinauf und entdeckten hinter einem Baum Pfarrer Jürgen Mackenbrock.

Erlebnispädagogik

„So eine Szene bleibt viel eher haften, als wenn wir nur den Text lesen würden“, erklärte Pfarrer Marco Beuermann dem Tageblatt seinen erlebnispädagogischen Ansatz. In Kleingruppen vertieften die Konfirmanden ihr Wissen, erfuhren, dass auch sie Kinder Gottes seien. Das stärkt das Selbstbewusstsein, meinte Pfarrer Mackenbrock. Zwei der Teenager werden am Dienstag getauft. Fünf Tage dauert die Konfirmandenfreizeit der Rheda-Wiedenbrücker Versöhnungsgemeinde. Sie hat 14000 Mitglieder.

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©Richter