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Jobcenter in Duderstadt um Jobakademie ergänzt

Langzeitarbeitslosigkeit verhindern Jobcenter in Duderstadt um Jobakademie ergänzt

Mit der sogenannten Jobakademie hat der Landkreis Göttingen einen weiteren Baustein etabliert, um Menschen wieder in Arbeit zu bringen. Nach positiven Erfahrungen in Hann. Münden ist jetzt auch das Jobcenter in Duderstadt um eine Jobakademie ergänzt worden.

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Landrat Bernhard Reuter setzt auf Fallmanagerinnen wie Yvonne Müller, um Arbeitslosen wieder Perspektiven zu bieten.

Quelle: Schauenberg

Duderstadt. Die neue Anlaufstelle hat am Mittwoch Landrat Bernhard Reuter (SPD) vorgestellt. Das Angebot richtet sich vorrangig, aber nicht nur an neue Antragsteller für Hartz IV, die gar nicht erst in die Langzeitarbeitslosigkeit abrutschen sollen. 

Sie werden durch Coaches intensiver betreut als im Jobcenter, tauschen sich in Gruppen aus, sondieren eigenständig Jobbörsen und Stellenanzeigen. „Wir wollen nicht Arbeitslosigkeit verwalten, sondern Menschen in Arbeit bringen“, sagt Reuter: „Die Jobakademie bietet Hilfe zur Selbsthilfe und zügig Perspektiven für ein Leben ohne Transferleistungen.“

Von den 9300 Bedarfsgemeinschaften im Landkreis fallen derzeit 1063 Haushalte mit 2126 Menschen aus dem Altkreis unter die Zuständigkeit des Jobcenters Duderstadt mit 30 Mitarbeitern unter Leitung von Peter Sührig. Im beengten Jobcenter in der Industriestraße, für das der Kreis als Alternative zu teuren Investitionen neue Räume sucht, war kein Platz mehr.

Deshalb wurden  – ebenfalls in der Industriestraße – die  nach Umzug freigewordenen Räume der dortigen Videothek umgebaut, ein Computer- und Gruppenraum, mit Leichtbauwänden kleine Besprechungsräume geschaffen. Seit dem Start der Jobakademie im Juli konnte bereits ein gutes Drittel der 25 ersten Klienten vermittelt werden, berichtet Sührig. Die Durchlaufquote sei hoch, die Stimmung in den Gruppen gut, maximal könnten bis zu 100 Kunden betreut werden.

Die Arbeitslosigkeit im Landkreis sei deutlich zurückgegangen, merkt Reuter an. Das Thema sei dadurch aber aus der öffentlichen Wahrnehmung weitgehend verschwunden, der harte Kern habe sich verfestigt, und es gebe weniger Geld für Maßnahmen.

„Um voranzukommen, müssen wir diese Mittel effizient einsetzen“, sagt Reuter und appelliert an den Bund, mehr Geld für den Abbau verfestigter Langzeitarbeitslosigkeit zur Verfügung zu stellen. Reuter rechnet damit, dass in Zukunft auch vermehrt Flüchtlinge unter das Sozialgesetzbuch II fallen werden.

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