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Jürgen Trittin: "Neubau der B247 lässt sich nicht legitimieren“

Einwendungen zum Planfeststellungsverfahren Jürgen Trittin: "Neubau der B247 lässt sich nicht legitimieren“

Bundestagsabgeordneter Jürgen Trittin (Bündnis 90/Die Grünen) hat der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr seine Einwendungen zum Planfeststellungsverfahren der Bundesstraße 274 im Bereich der Ortsumgehung Duderstadt zukommen lassen.

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Quelle: Stache/dpa

Duderstadt. Darin erneuert er seine Kritik dahingehend, dass „aufgrund rückläufiger Bevölkerungszahlen die Annahme einer Verkehrszunahme nicht länger plausibel“ sei. „Der Neubau der B247 lässt sich so aus demographischer Sicht nicht legitimieren“. Außerdem kritisiert er, dass zur Begründung der Notwendigkeit der Ortsumgehung Verkehrszählungen herangezogen worden seien, die nicht aktuell und ebenso nicht belastbar seien.

Durch den Neubau der Trasse würden geschützte Tierarten wie Neuntöter, Nachtigall, Rebhuhn, Feldlerche, Wachtel und die Zauneidechse erheblich beeinträchtigt. „Einige Flugrouten artenschutzrechtlich bedeutsamer Fledermausarten wurden auf Höhe des geplanten Pferdebergtunnels erkannt“, teilt er in einem Schreiben an die Behörde mit. „Eine Verlängerung des Tunnels sollte deshalb unbedingt geprüft werden.“ Nachholbedarf bestehe zudem hinsichtlich der Prüfung von Alternativen zur geplanten Trasse. „Die Baukosten für den Tunnel sind mit 13 Millionen Euro zu gering angesetzt, die Wirtschaftlichkeit der Baumaßnahme steht in Frage“, glaubt Trittin. Er vermute, dass die Vordringlichkeit der B 247n im neuen Bedarfsplan 2016 korrigiert werde.

Trittin bringt zudem das Argument steigender Lärm- und Schadstoffemissionen vor, von denen besonders Bewohner der Ziegeleistraße und der Tiftlingeröder Straße betroffen seien, wenn es zur Umsetzung käme. In der Planung seien „Literaturwerten“ angenommen worden. „Für die stichhaltige Prüfung des Wohles der betroffenen Bevölkerung sind differenzierte und örtlich nachvollziehbare Werte notwendig.“ Von der Lärmbelastung, so Trittin, sei auch das Kolping-Ferienparadies „erheblich betroffen“.

„Die Naherholung und das Landschaftserleben als Teil des Schutzgutes Mensch wird erheblich beeinträchtigt“, kritisierte der Grünen-Politiker. Er rief dazu auf, die seiner Ansicht nach Schonenden Varianten zu prüfen. Trittin bittet die Behörde, Wir bitten Sie, den Bau und damit auch die Verlegung der B 247 nicht in der bisher geplanten Art und Weise durchzuführen. „Eine verträglichere Planungslösung anzustreben, ist zum Vorteil der Bevölkerung und der Natur von Duderstadt.“

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©Richter