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Jugendgästehaus feiert 25-jähriges Bestehen

Duderstadt Jugendgästehaus feiert 25-jähriges Bestehen

Am 23. November 1990 wurde das Jugendgästehaus Duderstadt eröffnet. Die vergangenen 25 Jahre lässt der pädagogische Leiter Michael Simmert am Sonnabend, 28. November, Revue passieren. Die Jubiläumsfeier mit Vertretern der Stadt, des Trägers, Kooperationspartnern und Wegbegleitern beginnt um 18 Uhr.

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Jugendgästehaus Duderstadt

Quelle: OT/Archiv

Duderstadt. „Öffnen, Verstehen, Verbinden“. Das Motto der 1951 unter dem Eindruck von Krieg, Flucht und Vertreibung gegründeten DJO (Deutsche Jugend des Ostens), die sich 1974 in Deutsche Jugend in Europa umbenannte, ziert das Wandmosaik im Foyer. Den Bau des Jugendgästehauses hat die für Völkerverständigung und kulturellen Austausch eintretende DJO in Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Europa-  und Deutschlandpolitischen Bildungsinstitut auf den Weg gebracht. Für den Standort habe man sich auch entschieden, um Duderstadt als Brücke über den Eisernen Vorhang zu nutzen, sagt Simmert, der seit acht Jahren DJO-Landesverbandsvorsitzender ist. Noch in der Bauphase fiel dann die Grenze.
Keine Grenzen gibt es bei den Stamm- und Zaungästen, die die Einrichtung mit 226 Betten nutzen. Die Gesellschaft für Glasknochenkranke trifft sich hier ebenso zur Jahrestagung wie der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter.Schiedsrichter, Schüler und Streetworker, Polizisten und Philatelisten, Erzieherinnen, Orthopädietechniker und Soldaten reichen sich die Klinke, internationale Jugendkongresse wechseln sich mit Seminaren ab, bei Großveranstaltungen und Notfällen dient das Jugendgästehaus als Auffang- und Ausweichquartier. Zurzeit ist Kinderliederautor Rolf Zuckowski zu Gast, zugleich probt  ein Schuljazzorchester. Das Haus sei Treffpunkt für junge Menschen aus ganz Europa und alle Generationen, sagt Simmert.

 
Bei allen Höhen und Tiefen, die die Freizeit-, Begegnungs- und Tagungsstätte erlebt hat, kann Simmert auf eine Erfolgsgeschichte zurückblicken. Nach der Boomzeit der ersten Jahre hat sich die Belegung auf rund 20 000 Übernachtungen jährlich eingepegelt. „Eine gesunde Zahl, mit der wir gut leben können“, sagt der 55-Jährige und rechnet mit Aufwind durch den Ottobock-Campus.

 
Zu den Kooperationspartnern des Jugendgästehauses gehören die Stadt Duderstadt, der Landesjugendring, die Bundeszentrale für politische Bildung, Sielmann-Stiftung, Europa-Akademie, Berufsschulen und Berufsbildungszentrum. Viele Veranstaltungen seien sozial-integrativer und kultureller Natur, sagt Simmert.

 
Das Jugendgästehaus verfügt über Bistro, Discokeller, Bibliothek, Tanz- und Gymnastikraum sowie Kaminzimmer. Zum 38 000 Quadratmeter großen Außengelände gehören Sportanlagen, Gartenterrasse und Zeltplatz. Dort campierten im Juli 850 Mitglieder von Jugendfeuerwehren, während das Haus mit 200 Gästen belegt war.

 

Investitionen

Bei dem eigenwilligem Bau des Hauptgebäudes mit großem Ziegeldach, das Ende 1990 in Betrieb ging, ist es nicht geblieben. Immer wieder hat der Trägerverband in die Zukunft des Jugendgästehauses investiert. Vor 15 Jahren wurde das Europadorf fertiggestellt. Die sechs Pavillons in außergewöhnlicher Architektur mit 66 Betten sind durch Arkadengänge miteinander verbunden. 2003 wurde der Speisesaal im Haupthaus erweitert, ab 2012 wurden die Zimmer schrittweise modernisiert. Um das Jugendgästehaus, das neben dem Kolping-Ferienparadies Pferdeberg die meisten Übernachtungen im Untereichsfeld verzeichnet, kümmern sich 18 Mitarbeiter von der Küche bis zur Verwaltung. Rund zehn pädagogische Kräfte unterstützen die inhaltliche Arbeit.

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