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Jugendliche wollen Lounge in der Duderstädter Innenstadt einrichten

Nach der Schule ins Wohnzimmer Jugendliche wollen Lounge in der Duderstädter Innenstadt einrichten

Nach der Schule einen Happen essen gehen, natürlich für kleines Geld, dabei ein wenig quatschen, vielleicht gemeinsam Hausaufgaben machen. Das wünschen sich Jugendliche in Duderstadt. Dies kristallisierte sich während der Jugendzukunftskonferenz im Februar bei Ottobock heraus.

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Planen ihre Lounge: Teilnehmer der Projektgruppe.

Quelle: Schauenberg

Duderstadt. Damit es nicht bei dem bloßen Wunsch bleibt, haben sich am Dienstag Jugendliche der Projektgruppe „Lounge“ im Jugendfreizeitheim getroffen, um die weiteren Schritte für die Umsetzung ihres Wunsches zu planen.

Gemeinsam mit Helga Steininger vom Kinder- und Jugendbüro des Landkreises Göttingen und Katja Neumann, die dort ihr Anerkennungspraktikum absolviert, haben Greta Ernst (15), Elisa Kellner (14) und Lina Kohlstedde (15) zunächst einmal herumgesponnen: Wie sollte der perfekte Treffpunkt für Jugendliche in Duderstadt aussehen? Lina brachte beispielsweise eine Idee aus Emsdetten, ihrem früheren Wohnort, ein.

Dort gebe es das Café Extrablatt, in dem sich Schüler am Nachmittag treffen. Dort seien der Raum hübsch gestaltet, die Getränke günstig und die Kellner jung – so würde es sich die 15-Jährige auch für Duderstadt wünschen. Allerdings, so erfuhr sie von Steininger, handele es sich beim Extrablatt wie auch bei Bars wie dem Jamies in Duderstadt um gastronomische Einrichtungen, in denen es viele Regeln des Jugendschutzes zu bedenken gebe.

Sie erklärte den Jugendlichen, worin die Unterschiede zu einem Jugendraum bestehen. Die Idee, den Betreiber der Gaststätte um frühere Öffnungszeiten zu bitten, um dort einen Treffpunkt einzurichten, verwarfen die Mädchen schließlich, da ihnen an einem Mitspracherecht hinsichtlich der Raumgestaltung und der Angebote in dem Café gelegen war. „Es müsste eher so etwas sein wie ein Wohnzimmer, allerdings für alle“, schlug Greta vor – und prägte damit bereits das Schlagwort, unter dem das Lounge-Projekt nun firmiert: Ein offenes Wohnzimmer von Jugendlichen für Jugendliche organisiert soll her.

Eingerichtet werden soll es entweder in einem leer stehenden Geschäft möglichst in der Innenstadt oder in bestehenden Räumen, die umgenutzt werden könnten, erarbeiteten die Mädchen. Eine Möglichkeit wäre der Kontaktladen in der Apothekenstraße, überlegten sie. Der Raum solle möglichst von den Jugendlichen selbst gestaltet werden. Auch Snacks und Getränke wollen die Schüler selbst besorgen, zubereiten und anbieten.

Zunächst werden sich die Mädchen nun um Helfer bemühen. Dazu wollen sie sich in den nächsten Tagen in der Schule und im Freundeskreis umhören. In einem nächsten Treffen am Freitag, 20. März, um 13.30 Uhr im Jugendfreizeitheim sollen dann Raummöglichkeiten diskutiert werden. Außerdem sind sich die Jugendlichen einig, dass sie die Unterstützung von Sponsoren und aus Politik und Verwaltung brauchen werden, um ihren Wunsch Wirklichkeit werden zu lassen.

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©Richter