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Jugendlicher in Heiligenstadt von Neonazis attackiert

Association Progrès erhebt Vorwürfe gegen Polizei Jugendlicher in Heiligenstadt von Neonazis attackiert

Die politische Gruppierung Association Progrès erhebt nach einem Überfall von Neonazis auf einen Jugendlichen am Sonntag Vorwürfe gegen die Heiligenstädter Polizei. Die weist die Kritik, dass der Vorfall nicht weiter verfolgt worden sei, zurück.

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Neonazi (von hinten)

Quelle: dpa (Symbolbild)

Heiligenstadt. Der Jugendliche sei auf dem Rewe-Parkplatz in der Brüsseler Straße von rund 20 Neonazis mit Schlägen attackiert worden und habe die Flucht ergriffen, sagt Paula Schuchardt als Sprecherin der Eichsfelder Gruppe, die sich gegen die rechtsextreme Szene engagiert. Nach einem Notruf sei zwar die Polizei eingetroffen, habe aber weder vom Opfer noch den „nun mit Holzlatten und Quarzsandhandschuhen bewaffneten Verfolgern“ Notiz genommen.

„Wenn die Polizei unfähig ist, eine derart große Gruppe von Gewalttätern ausfindig zu machen, ist das ein Armutszeugnis sondergleichen“, meint Schuchardt. Zudem behauptet sie, dem Geschädigten sei auf der Wache gesagt worden, es sei kein Wunder, dass er aufgrund seines Erscheinungsbildes Opfer des Angriffs geworden sei: „Ein solches Verhalten der Polizei ist untragbar.“ Bereits am Sonnabend habe es erneut rechte Graffitis im Bereich von Bahnhof und Busbahnhof gegeben, die auch das Eichsfelder Bündnis gegen Rechts dokumentiert habe. „Das Eichsfeld hat ein Problem mit gewaltbereiten Neonazis“, sagt Schuchardt und weist auch auf Attacken von Teilnehmern der Kundgebung „Ein Licht für Deutschland“ vor zwei Wochen auf Jugendliche hin. Am 13. Dezember sei eine antifaschistische Demonstration in Heiligenstadt geplant.

Die Polizei in Heiligenstadt widerspricht der Darstellung Schuchardts vom Vorfall am Sonntag. „Der Vorgang wurde angezeigt und ist erfasst worden“, sagte am Montag Hans-Otto Rehberg, stellvetretender Leiter der Polizeiinspektion Eichsfeld. Nach dem Notruf sei der Sachverhalt aufgenommen und Personalien festgestellt worden. Zu Details oder vermeintlichen Aussagen einzelner Beteiligter oder Beamten könne er keine Aussagen treffen.

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