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Jugendraum als Übergangslösung gesucht

Westerode Jugendraum als Übergangslösung gesucht

Der Neubau eines Gerätehauses für die Westeröder Feuerwehr kann zum Glücksfall für die Jugendlichen des Dorfes werden. Das alte Domizil der Wehr soll ihnen als Jugendhaus bereitgestellt werden. Der Ortsrat sucht nach einer Übergangslösung.

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Stine-Marie Stollberg, Leon Kühne, Julian Kellner und Leon Eisenkolb wollen Ortsjugendpfleger werden.

Quelle: art

Westerode. Rund 20 Jugendliche kamen am Donnerstagabend zu einer Jugendversammlung in einen Nebenraum der Mehrzweckhalle, um sich über den Stand der Planungen zu informieren. „Wir haben noch viel Arbeit vor uns, und leider ist noch nicht alles so geregelt, wie wir uns das wünschen würden“, sagte Ortsbürgermeister Bernward Vollmer (CDU) und freute sich über die hohe Teilnehmerzahl an der Jugendversammlung. Ziel des Ortsrates sei es, die Jugendarbeit „wieder aufleben zu lassen“.

Versorgungsleitungen liegen offen

Vollmer erinnerte daran, dass der über Jahrzehnte genutzte Jugendraum nicht mehr für die Jugendlichen zur Verfügung stehe. Grund: In dem unter Denkmalschutz stehenden, aus dem 17. Jahrhundert stammenden Gebäude neben der Mehrzweckhalle lägen sehr alte Stromleitungen und eine Gasleitung offen. Weil aus Sicht der Duderstädter Stadtverwaltung die Sicherheit der Jugendlichen nicht mehr gewährleistet werden konnte, sei im vergangenen Frühjahr die Schließung des Raums beschlossen worden. Für eine Sanierung hätten rund 30000 Euro investiert werden müssen. „Diese Mittel haben wir dafür nicht“, betonte Vollmer. „So etwas muss man langfristig einplanen, um das zu realisieren“.

Wann und wo den Jugendlichen eine Zwischenlösung angeboten werde, könne er noch nicht sagen. Vollmer sagte mit Blick auf Vorgaben und Auflagen, dass getrennte Damen- und Herren-Toiletten und Fluchtwege im Bereich der Mehrzweckhalle vorhanden seien. „Insofern würden wir temporär hier in diesem Bereich einen Jugendraum schaffen wollen mit erheblichen Einschränkungen in der Nutzung“, erklärte der Ortsbürgermeister. Für eine konkrete Entscheidung bedürfe es eines Beschlusses des Ortsrates. Außerdem müsse mit der Verwaltung geklärt werden, was möglich ist. „Wir können euch noch nicht sagen, wo euer Jugendraum über den Winter sein wird“, fasste Vollmer zusammen und erinnerte daran, „dass ohne Aufsicht ein Jugendraum gar nicht geöffnet werden darf“.

Vier Jugendliche wollen Verantwortung übernehmen

In personeller Hinsicht ist zumindest eine Hürde auf dem Weg zu einem funktionierenden Jugendraum überwunden. Stine-Marie Stollberg, Leon Kühne, Julian Kellner und Leon Eisenkolb erklärten sich bereit, als Ortsjugendpfleger zu arbeiten und erhielten dafür das Votum der Jugendlichen. Die Mitglieder des Ortsrates Westerode müssen in ihrer nächsten Sitzung darüber abstimmen, ob sie dieser Entscheidung folgen.

Für die Ausstattung des künftigen Jugendraums wünschen sich die Jugendlichen unter anderem ein Sofa, ein Fernseher, einen Kühlschrank und eine Theke, wie Teilnehmer der Versammlung deutlich machten. Außerdem sollte ein Internetzugang möglich sein. Die Grundausstattung werde von der Stadt gestellt, für „gemütliche Accessoires“ müssten die Jugendlichen selbst sorgen, erläuterte Günter Lutterberg vom Kinder- und Jugendbüro der Stadt Duderstadt. Er wies darauf hin, dass in Jugendräumen nicht geraucht und keine Spirituosen konsumiert werden dürfen.

„In aller Ruhe“ müssten unter anderem noch die Öffnungszeiten geklärt werden. „Da werdet ihr selbstverständlich daran beteiligt“, sagte Lutterberg den Jugendlichen. „Wir wollen euch nicht irgendetwas aufdrücken, ihr sollt mitentscheiden und da seid ihr gefragt.“

Von Axel Artmann

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