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Julia Sommer aus Gieboldehausen absolviert Auslandspraktikum

Als Banker in Singapur Julia Sommer aus Gieboldehausen absolviert Auslandspraktikum

Baden im Pool, Ritt auf Elefanten, exotische Küche – das alles klingt eher nach Urlaub als nach dem typischen Bank-Job. „Nein, es war tatsächlich harte Arbeit“, sagt die Gieboldehäuserin Julia Sommer lachend, die gerade von ihrem dreimonatigen Auslandspraktikum in Singapur heimgekehrt ist.

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Julia Sommer (Mitte) besucht mit ihren neuen Freunden in Asien den Vulkan Mount Bromo auf der Insel Java.

Quelle: EF

Duderstadt. Als beste Absolventin im Studiengang Bachelor of Arts in Banking and Finance seit dessen Einführung im Jahr 2005 hat sie im August ihr Duales Studium abgeschlossen und zusätzlich ihren Abschluss als Bankkauffrau bei der Volksbank Mitte in Duderstadt erworben.

„Danach wollte ich gern ein Auslandspraktikum bei der DZ Bank machen, und das ging nur in London oder Singapur. London kannte ich aber schon“, erklärt Sommer. Die DZ Bank ist Partnerin der Volksbank in der Genossenschaftlichen Finanzgruppe. Sommer verhandelte mit ihren Vorgesetzten und erhielt grünes Licht für den Auslandsaufenthalt, den sie nach einem aufwendigen Papierkrieg um ein gültiges Visum antreten konnte.

Nach 14-stündigem Flug kam die Eichsfelderin schließlich bei ihrem neuen Arbeitsplatz in tropischen Gefilden an. Eineinhalb Tage hatte sie Zeit, sich eine Wohnung in Singapur zu suchen. „Das klappte gut“, sagt Sommer, die sich in einem einfachen Appartement einmietete. Gewöhnungsbedürftig empfand sie allerdings, die Hausarbeit von einer „House-Maid“ erledigen zu lassen, die quasi mit der Wohnung gemietet wird und in Singapur Standard ist.

So viel wie möglich sehen

Sommers neue Aufgabe war  die Betreuung internationaler Firmenkunden am German Desk der DZ Bank. „Mein direkter Kollege und Ansprechpartner war allerdings erst einige Wochen vor mir nach Singapur gekommen. Wir haben quasi bei Null angefangen und mussten sehr eigenverantwortlich vorgehen“, beschreibt sie ihre neuen Aufgaben in einem fremden Kulturkreis. Wochenenden und freie Tage hatten in Asien einen besonderen Reiz.

„Ich wollte so viel wie möglich sehen und habe in jeder freien Minute Ausflüge auch in die benachbarten Staaten unternommen“, sagt die Gieboldehäuserin. Märkte, Strände, Naturreservate, Reisen nach Java, Thailand, Brunei oder Kambodscha gaben vielfältige Eindrücke und zeigten Kontraste: zwischen Arm und Reich, zwischen Europa und Asien, zwischen Kulturen und Religionen.

Besonders das mangelhafte Rentensystem und die schwierige Lage der älteren Generation in Asien stimmten die Eichsfelderin nachdenklich. „Mir geht es schon gut in Deutschland“, sei ihr deutlich bewusst geworden. Auf die Frage nach ihrem persönlichen und beruflichen Resümee antwortet Sommer:

„Ich bin gelassener geworden. Man kann nicht alles wissen, aber vieles lernen.“ Ihre weiteren Pläne schmiedet sie in der Volksbank Mitte in der Rosdorfer Geschäftsstelle und freut sich, Weihnachten mit der eigenen Familie in Gieboldehausen zu verbringen.

Von Claudia Nachtwey

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